Nach dem Training spricht Mijat Gacinovic über neue Kräfte, neue Position und neue Zuversicht.

Mijat, ihr hattet nach dem anstrengenden Trainingslager zwei Tage frei. Wie hast du die Zeit genutzt, um zu regenerieren?
Ich habe die Zeit super nutzen können, war bei meiner Familie in Novi Sad und habe dort meinen Sohn und meine Frau besucht. Jetzt ist mein Akku wieder voll. Wir haben in den USA eine super Vorbereitung absolviert und sind bereit für die Bundesliga.

In der Hinrunde hattest du immer wieder muskuläre und Adduktoren-Probleme, wirkst jetzt aber wieder spritziger. Wie siehst du es?
Genauso. Diese Spritzigkeit und Aggressivität müssen wir jetzt auch in den Spielen zeigen. Wir haben auch daraufhin trainiert, als Mannschaft zu arbeiten und aufzutreten. Dann werden wir uns sicher auch belohnen.

Wie ist nach dem kleinen Tief die Stimmung in der Mannschaft?
Die Stimmung war, seit ich hier bin, immer super und das ist sie auch jetzt.

Du hast im Testspiel gegen Hertha BSC außen gespielt. Wie ist es für dich, wieder zurück auf dem Flügel zu sein?
Das spielt für mich keine große Rolle, weil ich mich in jedem System wohlfühle. Diese Flexibilität kommt mir entgegen. Aber es ist auch gut für die Mannschaft, wenn wir mehrere Systeme beherrschen und variabel sind. Das ist wichtig, wenn es mal nicht so gut läuft. Dann können wir darauf reagieren und variieren. Aber wir können auch Dreierkette spielen. Also vielleicht entscheidet sich der Trainer am Wochenende auch für die Dreierkette. Das ist alles noch offen. Ich bin auf alle Systeme vorbereitet.

Du hast lange Zeit in der Mitte, früher sogar mal auf der Sechs gespielt. Was ist der größte Unterschied zwischen außen und der Zentrale?
In der Mitte stehst du oft mit dem Rücken zum gegnerischen Tor. Es ist nicht einfach, dort zu spielen. Dort musst du schnell passen, mit dem ersten Kontakt. Das musste ich erst lernen und habe deshalb immer wieder Fehler gemacht. Aber ich habe mich in diesem Bereich verbessert und bin defensiv auch sicherer geworden. Lieber spiele ich aber auf der Zehn, oder auch auf außen, sodass ich nach innen ziehen kann. Aber diese Entscheidung liegt beim Trainer. Danach richte ich mich ohne Probleme.

Wie ist dein Gefühl für den Rückrundenstart am Samstag?
Es erwartet uns ein sehr schwerer Gegner, aber ich habe ein gutes Gefühl. Gegen Hoffenheim haben wir oft sehr gut gespielt. Sie verfügen über eine super Mannschaft, besonders fußballerisch. Das wird sehr, sehr schwer. Wir müssen von der ersten Minute an den Kampf annehmen.

Habt ihr schon angesprochen und analysiert, was sich bei Hoffenheim seit dem Abgang von Julian Nagelsmann geändert hat?
Alfred Schreuder war schon mal in Hoffenheim. Adi Hütter hat gemeint, dass er ein super Trainer sei. Er war vorher Co-Trainer bei Ajax Amsterdam. Diese Handschrift ist jetzt bei Hoffenheim zu erkennen, sie spielen super Fußball. Wie gesagt, wir müssen fußballerisch überzeugen, aber gegen solch einen Gegner auch aggressiv agieren.


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