Die Eintracht verstärkt sich aus dem Land des Rekordweltmeisters Brasilien. Lucas Silva Melo, kurz Tuta, wechselt aus Südamerika an den Main. Ein Transfer mit Fantasie.

Der Brasilianer entstammt der Jugend des Sao Paulo FC, wo er zuletzt in der U20 am Ball war. Darüber hinaus stand er mehrfach im Profikader des sechsmaligen Brasilianischen Meisters, kam aber nicht zum Einsatz. Weil die Konkurrenz in seiner Kernposition als Innenverteidiger mit Bruno Alves, Robert Arboleda und Anderson Martins denkbar groß war, probierte André Jardine den 1,84-Meter-Mann vermehrt auf der rechten Abwehrseite aus. Der FC-Trainer war einst selbst im Nachwuchs des Klubs tätig.

Ohnehin produziert der Unterbau der Hauptstädter des gleichnamigen Bundesstaates seit jeher schlagkräftige Abwehrkräfte wie Casemiro (Real Madrid), Eder Militao (FC Porto), Ederson (Manchester City) oder Miranda (Inter Mailand). Darüber hinaus haben zuletzt Lucas Kal und Rodrigo den Sprung von der eigenen U20 zu den Profis gepackt, mit Juniorennationalspieler Walce, der im Januar bei der südamerikanischen U20-Meisterschaft im Einsatz war, drängt ein weiteres Manndecker-Juwel nach oben.

Zu dieser Riege der verheißungsvollen Entdeckungen zählt auch Tuta, der am 25. Januar mit der U20 die Copa Sao Paulo de Futebol Junior gewann. Die Copinha zählt zum wichtigsten Nachwuchsturnier im Raum Sao Paulo, der Heimatstadt des Brasilianers, der in Frankfurt auf Landsmann Allan Souza trifft. Unter 128 Teams setzte sich der Futebol Clube im Finale im Elfmeterschießen gegen Vasco da Gama durch. Eine Disziplin, in der auch die Eintracht in der Vergangenheit nicht die schlechteste Figur abgegeben hat.

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