Das Tempo des Gegners war bekannt, die eigenen Unzulänglichkeiten kamen hingegen überraschend. Die Beteiligten sparen nicht mit Selbstkritik, vor allem mit Blick auf die zweite Halbzeit.

Sportvorstand Fredi Bobic: Wir hatten heute eine miserable Passquote. Das Unsaubere und Schlampige in unserem Spiel hat uns das Spiel kaputt gemacht. Das sollte nicht passieren – ist es aber. Jetzt heißt es daraus zu lernen und es besser zu machen.

Cheftrainer Adi Hütter: Gratulation an Lucien Favre und Borussia Dortmund zum verdienten Sieg. Über 90 Minuten gesehen war das heute ein Klassenunterschied. Wir haben weitgehend das vermissen lassen, was uns in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hat. Wir hatten bei Ballbesitz keine Akzente nach vorne, das Torschussverhältnis sagt alles. Obwohl der BVB am Anfang ein paar einfache Ballverluste hatte, wir aber nicht zuschlagen konnten, weil wir unsererseits ungewohnte leichte Abspielfehler hatten. Die Niederlage ist verdient, auch in dieser Höhe. In Dortmund kann man verlieren, aber die Art und Weise stört mich. Ich bin sicher, dass wir am Donnerstag vor ausverkauftem Haus ein anderes Bild abgeben werden.

Sportdirektor Bruno Hübner: Wenn man in Dortmund etwas holen will, muss man an die 100 Prozent kommen. Das war bei uns nicht der Fall. In der ersten Halbzeit haben wir es noch gut gemacht und fast keine Chancen zugelassen. In der zweiten Halbzeit haben wir dem Gegner in die Karten gespielt und vor den Gegentoren in der gegnerischen Hälfte den Ball verloren. Schon in der ersten Halbzeit haben wir zu viel Respekt gezeigt und zu wenig nach vorne gespielt. Insgesamt haben wir zu viele Fehlpässe gespielt. Ab morgen blicken wir wieder nach vorne.

Timothy Chandler: Im ersten Durchgang war Dortmund nicht besser als wir, hat aber das Tor gemacht. Wir waren zu mutlos und sind am Ende untergegangen. Mit dem zweiten Stürmer wollten wir versuchen, die Bälle vorne auch mal zu halten, um nachrücken zu können. Das ist uns leider überhaupt nicht gelungen. Dann fiel natürlich auch sehr früh das 0:2, wodurch es hier natürlich verdammt schwer wird.

Sebastian Rode: In der ersten Hälfte waren wir noch ganz gut im Spiel, in der zweiten Hälfte haben wir es dann komplett aus der Hand gegeben. Gegen diese schnelle Dortmunder Mannschaft haben wir uns nach dem Seitenwechsel extrem schwergetan. Nach vorne waren wir wiederum zu harmlos und haben den Gegner nicht in Bedrängnis bringen können. Die Räume wären durchaus da gewesen, wir haben es heute aber einfach nicht geschafft mal gefährlich vor das Tor zu kommen. Mit dieser Leistung wird es ganz schwer, hier zu bestehen. Eine bittere Niederlage, die wir aber abhaken müssen. Am Donnerstag wartet Salzburg. 

Martin Hinteregger: Wir haben zu viel nach hinten gespielt, nach vorne hat uns der Mut gefehlt. Dann kamen die Leichtsinnsfehler vor den Gegentoren dazu. Das war ausschlaggebend. Daraus müssen wir lernen, am Donnerstag steht wieder ein ganz anderes Spiel bevor.

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): Ich bin sehr, sehr zufrieden. Wir dürfen nicht vergessen, dass Frankfurt einen sehr guten Rückrundenstart erwischt hat. Wir haben gut gespielt. Das 1:0 ist eher spät gefallen, aber es war wichtig, dass es vor der Pause fiel. Wir wollten das 2:0 machen, was uns schneller gelungen ist. Mit dem 3:0 und 4:0 war die Partie durch. Trotzdem haben wir das Spiel weiter kontrolliert und nach vorne gespielt.

Mats Hummels (Borussia Dortmund): Es war wichtig, die Null zu halten. Wir haben heute sicher verteidigt. Die Offensive hat uns aber auch sehr viel Arbeit abgenommen und den Ball vom Tor weggehalten, sodass wir hinten gar nicht erst in Bedrängnis geraten sind. Wir wissen, dass wir mit diesen Stürmern in jedem Spiel vorne zu Chancen kommen, das hat man heute auch wieder gesehen. Unser Plan war es, dass wir hinter die Außenspieler kommen, was uns heute einige Male gelungen ist. Dieses Mittel ist sehr effektiv, unabhängig vom Gegner.

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