Die Adlerträger betonen auch nach dem Spiel, zu was sie in der Lage sind, wissen aber auch, dass erst Halbzeit ist.

Cheftrainer Adi Hütter: Ich habe eine tolle Europapokalnacht gesehen. Der Sieg war verdient, auch in der Höhe. Bei dieser Leistung wird mir warm ums Herz. Wir haben das Spiel von Beginn an angenommen. Wir waren gut in den Zweikämpfen und auch spielerisch stark. Das hat mich beeindruckt. Wir haben eine gute Ausgangslage geschaffen, trotzdem müssen wir das Rückspiel erst noch spielen und die Leistung von heute wiederholen. Für Daichi Kamada habe ich mich aufgrund seiner Spielstärke entschieden. Er hat seine Nominierung gerechtfertigt. Die Fans haben uns heute wieder beeindruckend unterstützt und beflügelt. Wir waren bissig und griffig, unangenehm in den Zweikämpfen. Die Nachrichten aus der letzten Nacht waren fürchterlich, glücklicherweise haben sie die Mannschaft nicht beeinträchtigt. Für mich war es die stärkste Saisonleistung.

Sportdirektor Bruno Hübner: Trotz des 4:1 müssen wir in Salzburg aufpassen. Die Ausgangslage ist gut, aber wenn dieser Gegner seine volle Kraft entfaltet, wird es für jede Mannschaft schwer. André Silva hat gut gespielt, auch ohne zu treffen. Dafür hat er eine Vorlage gegeben. Daichi Kamada ist fit, hat Spielfreude gezeigt und eine tolle Leistung abgeliefert. In Europa spielt er überragend.

Makoto Hasebe: Daichi Kamada war richtig stark. Wir müssen im Rückspiel dennoch aufpassen und dürfen nicht nachlassen. Wir haben heute gezeigt, was wir als Mannschaft leisten können. Ich habe sogar den Schiedsrichter gefragt, der sagte, dass der VAR die Sache bereits gecheckt habe. Also müssen wir damit leben. Der Abend war nicht ganz perfekt, aber dennoch sehr gut. Ich bin nie 100-prozentig zufrieden. Es gibt immer Dinge, die wir verbessern können.

Kevin Trapp: Im Training schießt Kamada noch mehr Tore als im Spiel. Das zweite macht er überragend. Beim dritten ist auch die Vorlage stark. Wir haben heute gezeigt, was in uns steckt, wenn wir ins Rollen kommen. Bevor wir uns auf das Rückspiel konzentrieren, geht es am Montag gegen Union Berlin. Dann müssen wir wieder genauso auftreten und aktiv sein. Wir brauchen die Punkte in der Liga und müssen als Mannschaft wieder so zusammenspielen.

Sebastian Rode: Bevor das Gegentor fällt, hätten Goncalo oder ich den fünften Treffer für uns machen können. Das ist ein kleiner Wermutstropfen. Dennoch sind wir zufrieden. Die Ausgangsposition ist  gut. Nächste Woche müssen wir wieder hochkonzentriert sein.

Daichi Kamada: Ich freue mich über die drei Tore, aber am meisten darüber, der Mannschaft geholfen zu haben. Alle waren richtig gut drauf und haben ein tolles Spiel gezeigt. Jetzt will ich aber endlich auch mal in der Bundesliga ein Tor schießen (lacht).

Almamy Toure: Wir müssen hart weiterarbeiten und die Konzentration hochhalten. Wir haben aus den Fehlern in Dortmund gelernt, alles besprochen und Herzblut gezeigt. In der Europa League geht es noch körperlicher zur Sache, in der K.o.-Phase darfst du dir keine Fehler erlauben und musst viel investieren. Natürlich freuen wir uns mit Daichi.

Stefan Ilsanker: Wenn wir immer so spielen würden, stünden wir in der Liga anders da. Wir waren heute sehr dominant. Die schlimmen Nachrichten von vergangener Nacht muss man auf dem Platz so gut wie möglich ausblenden. Salzburg hat in der Champions League tolle Leistungen gezeigt und war auch vergangenes Jahr in Neapel nicht die schlechtere Mannschaft. Der Gegner ist aber nur so gut, wie man es zulässt. Wir dürfen im Rückspiel nicht nachlassen, die Sache ist noch nicht durch. Heute sind die Euphorie, die Stimmung und das Herz der Fans auf uns Spieler übergeschwappt und haben sich auf dem Platz widergespielt. Was sage ich zu Daichis Leistung? Geiler Kicker!

Jesse Marsch (Trainer FC Salzburg): Es ist schwer hier zu spielen. Wir sind aber auch nicht an unser Maximum gekommen und müssen überlegen, wie wir besser und mutiger spielen können. Die vergangenen sechs Wochen waren gut, aber heute war nicht unser Abend. Unser Tor gibt uns Hoffnung, aber es wird schwer. Frankfurt spielt jede Woche in einer super Liga, war sehr gut im Umschaltspiel und war reifer. Die Tore nach den defensiven Einwürfen ärgern mich und kommen zu oft vor, auch schon am Freitag gegen Linz. Bei einem 1:4 muss ich überlegen, was wir besser machen können. In erster Linie ich, dann die Gruppe. Der Platz war rutschig und nicht für Pressing geeignet, das hat dem Gegner geholfen.

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