Vor dem Kracher in Mailand haben am Montag drei zentrale Figuren wieder entscheidend Einfluss genommen – und nach dem Spiel ihre Sicht der Dinge geschildert.

Gelebter Teamgeist: Alle freuen sich mit Goncalo Paciencia.
Gelebter Teamgeist: Alle freuen sich mit Goncalo Paciencia.

Adi Hütter

Adi, was hat den Ausschlag gegeben für diesen am Ende doch deutlichen Sieg gegeben?
Zuallererst freut es mich für die Mannschaft, dass sie 3:0 gewonnen hat. Das Ergebnis ist sicher um das eine oder andere Tor zu hoch ausgefallen, weil Düsseldorf gezeigt hat, dass sie sehr heimstark sind. Zwischen den Achtelfinalspielen auch noch bei einem solch heimstarken Team anzutreten, war nicht einfach. Ich bin stolz, dass wir hier drei Punkte eingefahren haben. Denn die Konkurrenz vor und hinter uns lässt ebenso wenig nach. Wir waren gefordert und waren da.

Wie glücklich bist du über deine gelungenen Personalentscheidungen?
Das macht mich einfach froh für die Jungs, weil sie immer zur Stelle sind, wenn ich sie brauche, unabhängig von der Einsatzdauer. Alle stellen sich in den Dienst der Mannschaft, so konnte ich mit der Hereinnahme von Goncalo Paciencia Sébastien Haller im Hinblick auf Donnerstag eine Verschnaufpause gönnen. Dass er nach Vorlage von Jonathan de Guzman das 1:0 erzielt hat, rundet unser Bild natürlich wunderbar ab. Vor Sébs Einwechslung haben wir noch geflachst, als ich ihm sagte: ‚Mach‘ bitte noch ein Tor‘ und er mir daraufhin einen Doppelpack angekündigt hat.

Mit welchen Erwartungen siehst du dem San Siro entgegen?
Uns erwartet eine Topmannschaft in einem zweifelsfrei besonderen Stadion. Uns erwarten viele Zuschauer, sowohl von der gegnerischen, als auch von unserer Seite. Leider kann ich nicht auf der Trainerbank Platz nehmen, bin aber zuversichtlich, dass uns ein besonderer Abend bevorstehen kann. Dafür benötigen wir aber eine absolute Topleistung und Tore.

Goncalo Paciencia

Goncalo, wie fühlst du dich nach deinem Startelfdebüt in Düsseldorf?
Ich verspüre dieselbe Euphorie wie vor einer Woche gegen Hoffenheim. Ich konnte dem Team helfen, das Team hilft mir. Wir mussten wieder hart arbeiten und konnten uns am Ende dafür belohnen. Jetzt blicken wir das nächste schwere Spiel.

Könntest du dein Tor einmal für unsere Leser beschreiben?
Es war exakt das gleiche Muster wie eine Woche zuvor. Ich hoffe ich kann bald auch zeigen, dass ich mit dem Fuß genauso stark wie mit dem Kopf bin. Am Montag war es wieder der Kopf.

Welche Erwartungen hast du an den bevorstehenden Abend in Mailand?
Ich erwarte ein großes Spiel. Wir möchten gewinnen, aber sollten wir am Ende mit einem Unentschieden weiterkommen, wäre das natürlich auch okay. Dazu möchte ich meinen Beitrag leisten.

Makoto Hasebe

Makoto, wie fällt dein Fazit des Spieles in Düsseldorf aus?
Die erste Halbzeit war etwas komisch ohne unsere Fans im Rücken. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, dass wir immer für ein Tor gut sind. Am Ende waren es sogar drei.

Was waren die Erfolgsfaktoren für das deutliche Resultat?
Wir haben wie immer viel gearbeitet, sind viel gelaufen und ganz wichtig: Wir haben keine Gegentore zugelassen.

Abschließend: Was erwartest du für ein Achtelfinalrückspiel?
Wir werden von vielen Fans begleitet, deswegen rechne ich mit einer super Atmosphäre. Wir treffen auf eine Topmannschaft, darauf freue ich mich. Ich hoffe, nein ich glaube fest daran, dass wir weiterkommen.

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