Alle Beteiligten betreiben längst keine Schönfärberei, lassen am Verdienst des Weiterkommens aber keinen Zweifel und freuen sich auf die kommenden Aufgaben.

Sportvorstand Fredi Bobic: Es war ein rasantes Match! Wir mussten auch eine heiße Phase überstehen. Das haben die Jungs gut gemacht. Das Ergebnis ist letztlich okay, wir sind verdient weitergekommen. Gegen solch eine starke Mannschaft wie Salzburg, die davor in der Champions League gespielt hat, zu gewinnen, war vorher nicht unbedingt zu erwarten. Basel ist ein starker Gegner. Auch sie haben jahrelang in der Champions League gespielt. Aber natürlich wollen wir auch gegen sie weiterkommen. Das ist unser Ziel.

Cheftrainer Adi Hütter: Über zwei Spiele betrachtet ist der Einzug ins Achtelfinale absolut verdient. Das Spiel lief wie erwartet und wurde von beiden Seiten intensiv geführt. Dann hat Ulmer mit seinem starken linken Fuß einen losgelassen. In dieser Phase war Salzburg dem 2:0 sehr nahe, auch weil wir uns schwergetan haben, für Entlastung zu sorgen. Mit dem 1:1 haben wir dem etwas den Stecker gezogen. Die zweite Halbzeit war besser, weil taktisch disziplinierter. Allerdings haben wir die Führung verpasst. Wir haben ein ordentliches Spiel abgeliefert gegen einen Gegner, der alles versucht hat. Manche Dinge wie das Wetter lassen sich einfach nicht beeinflussen. Aber die Spielverlegung war für uns nicht mal schlecht, weil wir dadurch einen Tag länger regenerieren und im Abschlusstraining gut arbeiten konnten. In der Bundesliga wäre die kürzere Pause wiederum ein Nachteil gewesen. Wir tun mit unseren Auftritten sehr viel für den internationalen Fußball. Ich kenne den FC Basel aus meinen drei Jahren in der Schweiz sehr gut, auch wenn sich die Mannschaft etwas verändert hat. Es ist ein toller Verein mit guten Fans. Wir benötigen gegen sie zwei gute Tage, um weiterzukommen und werden gut vorbereitet sein.

Sebastian Rode: Wir waren eigentlich darauf eingestellt, dass gleich die Post abgeht, sind aber nicht richtig ins Spiel gekommen. Dann gab es gleich Ecke um Ecke. Nach dem 1:1 verlief das Spiel dann etwas ruhiger, der Treffer war Gold wert. Wir freuen uns auf das Heimspiel im DFB-Pokal. Diese Hürde haben wir genommen und das wollen wir am Mittwoch wiederholen. Basel ist ein schönes Los. Ich rechne mit einem offenen Spiel. Die Fans werden es sicher wieder zu etwas Besonderem werden lassen. André Silva arbeitet wahnsinnig viel für uns. Deswegen freue ich mich für ihn, dass er zwei Tore erzielt hat.

Djibril Sow: Die Vorbereitung war ungewohnt, wir waren gestern eigentlich bereit. Vielleicht hat der Tag mehr uns geholfen, weil wir erst am Montag gespielt haben. Auf die Offensive waren wir vorbereitet, haben es aber anfangs nicht in den Griff bekommen. Ich freue mich auf das Duell gegen meine Landsleute. Hoffentlich geht unser Weg in Europa noch weiter, ich habe die Eintracht letzte Saison gerne verfolgt und bin stolz, jetzt ein Teil davon sein zu können. Wir wollen wieder so weit wie möglich kommen.

Jesse Marsch (Trainer FC Salzburg): Wir haben keine neue Mannschaft, aber ein paar Spieler verloren und müssen einen neuen Rhythmus finden. Die Vorbereitung lief sehr gut, die Jungs versuchen alles. Konzentration, Stimmung und Arbeitseifer – alles top! Die meisten sind noch jung, wir haben viel Potential und benötigen Zeit, die wir aber eigentlich nicht haben. Schade, dass wir das 2:0 verpasst haben. Die ersten 25 Minuten waren überragend. Wir müssen kollektiv dennoch besser verteidigen. Aber insgesamt war es unsere beste Leistung in 2020.

Noah Okafor (FC Salzburg): Wir waren von der ersten Sekunde an bereit. Das Publikum stand hinter uns. Frankfurt hat uns dann mit einem Konter gnadenlos bestraft. Im ersten Spiel waren wir nicht in den Zweikämpfen und haben zurecht verloren. Heute war es eine deutliche Steigerung. Die Stimmung im Team könnte nach dem Ausscheiden natürlich besser sein, aber mit der Steigerung können wir zufrieden sein.

André Ramalho (FC Salzburg): Wir waren viel besser als im Hinspiel. Diese Leistung spiegelt eher wieder, was wir leisten können. Wir haben uns gut präsentiert, aber im Moment fehlt uns das Glück. Wir waren gefährlich und hatten einige Chancen. Wenn wir unsere Chancen in der ersten Hälfte besser nutzen, wird es ein anderes Spiel. Anfangs war es ein Spiel auf ein Tor, dann hat die Eintracht ihre Chance genutzt und war besser im Spiel. Danach war das Spiel offen.

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