Am Rande der Trainingseinheit an der IMG Academy spricht Sportdirektor Bruno Hübner über die Trainingsbedingungen in den USA, den Zustand der Mannschaft und seine Erwartungen für die Rückrunde.

Bruno, hättest Du mit solch guten Trainingsbedingungen gerechnet?
Ich habe tatsächlich einen sehr guten Eindruck. Wir finden hervorragende Trainingsplätze vor. Die IMG Academy bietet wirklich Traum-Verhältnisse, wir sind positiv überrascht.

Im Vergleich zu herkömmlichen Einheiten geht es hier vom ersten Tag an zur Sache, oder wie betrachtest Du die Trainingsintensität?
Wir sehen genau das, was unser Trainer Adi Hütter auch immer einfordert, seit er zu uns gestoßen ist: Er erwartet im Training dieselbe Intensität und Leidenschaft wie an Spieltagen. Die Mannschaft nimmt diese Erwartungen an, zieht voll mit und belohnt sich schließlich für ihren Aufwand.

Wie nimmst Du die Stimmung innerhalb der Mannschaft wahr?
Anhand der hohen Arbeitsintensität spüre ich die große Bereitschaft der Jungs, die Leistungen aus der Hinrunde bestätigen zu wollen. Alle ziehen hervorragend mit. Obwohl wir so intensiv arbeiten, ist die Stimmung wirklich klasse. Wir sehen tagtäglich eine eingeschworene Mannschaft, die ihr Potential auch in der Rückrunde unter Beweis stellen möchte.

Welchen Eindruck macht Winterneuzugang Sebastian Rode auf Dich?
Sebastian ist ja aufgrund seiner Frankfurter Vergangenheit kein völlig Unbekannter. Entsprechend schnell hat er sich bei uns integriert. Sein Leistungspotential ist uns bekannt. Trotzdem wissen wir, dass unser aufwändiger Spielstil von ihm auch eine Umstellung verlangt, weil er länger nicht gespielt hat. Nichtsdestotrotz sind wir davon überzeugt, dass er uns helfen kann.

Was erwartest Du von den beiden brasilianischen Gegnern beim Florida Cup?
In einem Trainingslager ist es immer wichtig, Abwechslung zu haben. Dazu gehört auch, in Testspielen zu sehen, wie die im Training erarbeiteten Dinge in der Praxis funktionieren. Grundsätzlich besitzen die Ergebnisse in der Vorbereitung bei uns keinen hohen Stellenwert. Viel wichtiger ist es zu sehen wie schnell sich die Mannschaft findet. Gegen diese Gegner und auf einer solchen Spielfläche macht das besonders Spaß.

Ist in Sachen Kaderplanung noch etwas zu erwarten?
Die angesprochene Intensität gilt nicht weniger für die Gespräche zwischen Adi, Fredi Bobic und mir. Wochen wie diese sind nützlich, um sich gegenseitig abzugleichen und auszutauschen. Natürlich überlegen wir immer, wie wir uns weiter verbessern können. Insgesamt haben wir aber eine Top-Mannschaft, weshalb die Planungen eigentlich abgeschlossen sind, auch wenn man nie weiß, was Unvorhergesehenes passiert, wenn etwa jemand an uns herantritt und sich verändern möchte, wie es neulich bei Nicolai Müller der Fall war. Für Fredi und mich ist die Arbeit erst beendet, wenn das Transferfenster geschlossen hat. Wir werden definitiv nichts tun, was uns schwächt.

Blicken wir etwas weiter voraus: Was erwartest Du vom Rückrundenstart gegen den SC Freiburg?
Zuallererst wollen wir etwas von dem guten Wetter mit nach Frankfurt bringen. Dann gilt es zu regenerieren und die Zeitumstellung zu kompensieren. Aus diesem Grund werden wir vielleicht auch ein, zwei Tage pausieren und erst am dritten Tag einsteigen. Denn wir wissen, dass uns mit Freiburg ein Gegner gegenüberstehen wird, der ebenfalls über die Lauf- und Kampfbereitschaft kommt. Nichtsdestotrotz möchten wir unsere Philosophie auch gegen Freiburg durchsetzen. Die Jungs wollen noch einiges erreichen, dafür wäre ein guter Start hilfreich. Wir sind zuversichtlich, an die Leistungen der Hinrunde anknüpfen zu können.


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