Der Trainer und der Zugang versprechen für das Spiel gegen Vaduz Vollgas, haben aber auch den Bundesligastart im Hinterkopf.

Adi Hütter über …

… die Schlüsse aus dem DFB-Pokalspiel: Mit der ersten halben Stunde war ich nicht zufrieden. Das Auftreten hatte hinsichtlich Aggressivität, Laufbereitschaft, gemeinschaftlichen Angreifens und Verteidigens nichts mit dem der Vorsaison zu tun. Das wissen die Spieler, sie haben eine Reaktion gezeigt.

… die Personalsituation: Ich würde nie über eine zweite Garde sprechen. Jeder einzelne Spieler besitzt eine hohe Wertigkeit. Ich werde morgen sicher mehr rotieren als sonst. Sebastian Rode wird voraussichtlich sein Saisondebüt feiern. Es gibt natürlich Spieler, denen vor dem Bundesligastart Spielpraxis guttun würde, ob das Evan Ndicka ist, Kevin Trapp oder Martin Hinteregger.

… die übrigen Zugänge: Erik Durm hatte anfangs Probleme und leichte Beschwerden, befindet sich jetzt aber auf einem guten Weg. In Mannheim hat er mir ordentlich gefallen. Er präsentiert sich im Training immer besser, etwa hinsichtlich Timing, Pressing sowie der dazu gehörigen Dynamik und Spritzigkeit. Dominik Kohr hat die Erwartungen bislang erfüllt, benötigt aber noch Zeit, um dynamischer zu werden. Er präsentiert sich torgefährlich und fußballerisch besser, als er in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Djibril Sow ist noch schwer einzuschätzen, aber es ist sicher ein Vorteil, dass ich ihn aus unserer gemeinsamen Zeit in Bern kenne. Dejan Joveljic hat ebenfalls die Erwartungen erfüllt. Er ist gerade erst 20 Jahre alt geworden, kommt aus der serbischen Liga, muss sich noch an das Tempo und die physische Belastung gewöhnen. Er hat schon gezeigt, dass er Tore erzielen kann und ist ein Talent, das wir langsam und behutsam aufbauen werden.

… seine Erwartungen an das Spiel gegen den FC Vaduz: Wir haben ein Pflichtspiel vor 48.000 Zuschauern und eine Mannschaft, die gewinnen will und eine gute Leistung zeigen möchte. Das Ergebnis aus dem Hinspiel interessiert mich nicht. Wir haben eine Verpflichtung uns und den Fans gegenüber. Ich gehe von der bestmöglichen Aufstellung beim Gegner aus. Wir werden das Hinspiel analysieren, fokussieren uns aber auf unser Spiel, woran wir ansetzen müssen, um den Gegner schlagen zu können. Noch gib es keine Stammmannschaft. Teilweise gibt es einen Bonus aus dem Vorjahr. Aber am Donnerstag kann sich jeder Einzelne in die Startelf spielen.

… den Leistungsstand: Auch wenn die Gegner nicht die oberste Kategorie dargestellt haben, waren die Erfolgserlebnisse wichtig. Es gibt weiter Dinge, die wir verbessern müssen. Die Gegner werden stärker, dann müssen wir Leistungen an der obersten Grenze bringen. Wir nehmen die Siege mit, um mit breiter Brust in die Bundesligaligasaison zu starten.

Erik Durm über …

… sein persönliches Leistungslevel: Ich merke, wie jede Woche mehr die Spritzigkeit zurückkommt. Das hohe Anlaufen und Pressen war ich aus Huddersfield nicht mehr gewohnt. Ich fühle mich im Training gut. Luft nach oben gibt es immer. Ich versuche, weiter an meinem taktischen Verständnis zu arbeiten, um der Mannschaft helfen zu können. Das hat in Mannheim schon gut funktioniert.

… die Herangehensweise gegen Vaduz: Wenn ich sehe, wie wir auf dem Platz Gas geben, erkenne ich keine Anzeichen, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen. Das Stadion ist ausverkauft, wir wollen zeigen, was wir können. Die Höhe des Ergebnisses ist nicht wichtig. Hauptsache, wir gewinnen und präsentieren uns von unserer besten Seite. Drei Tage später starten wir in die Bundesliga. Jeder möchte zeigen, was er kann.

… seine Wahrnehmung des Umfeldes: Die Faszination der Fans für Europa ist definitiv etwas ganz Besonderes. Die Atmosphäre ist bombastisch. Die Leute sind voll dabei, pushen uns, das Stadion ist immer ausverkauft. Wir wissen, dass wir den Fans etwas zurückzahlen müssen. Wir werden alles geben, um ihnen einen Sieg zu bieten.


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