Abwehr-Stratege Makoto Hasebe spricht über die Länderspielpause und seine zuletzt bestechende Form.

Mit drei Siegen im Rücken hat euch Cheftrainer Adi Hütter zwei Tage frei gegeben. Wie hast du sie genutzt, Makoto?
Wir hatten zuletzt sieben Spiele in 24 Tagen. Ich habe davon sechs Matches bestritten. Aus diesem Grund war ich schon platt. Aber die zwei freien Tage haben sehr gut getan. Ich war viel mit der Familie spazieren und habe das Wetter ausgenutzt. Der Akku ist wieder aufgeladen, und ich freue mich auf die Trainingswoche.

Es läuft momentan beim Team, aber auch bei dir persönlich. Was sind die Gründe dafür?
Das hat viele Gründe: Wir haben drei Top-Stürmer, die unheimlich effizient sind. Zudem stehen wir in der Defensive kompakt und haben mit "Trappo" (Kevin Trapp, Anm. d. Red.) einen überragenden Rückhalt. Aber auch die Außenpositionen greifen momentan. Für mich persönlich lief es auch wieder besser. Auf der Position in der Abwehrkette kann ich meine Qualitäten gut ausspielen. Ich spiele viel mit Auge und versuche die Gegner zu lesen. Das hat in den vergangenen Partien richtig gut funktioniert. Ich habe von Beginn an gesagt: Ein neuer Trainer und die vielen neuen Spieler brauchen einfach Zeit. Und ich denke, dass wir noch lange nicht am Ende sind.

Du bist im Sommer aus der japanischen Nationalmannschaft nach der WM zurückgetreten. Wie gut tun dir diese freien Wochen?
Ich war unheimlich stolz, für mein Land aufzulaufen. Aber ich bin jetzt mit meinen 34 Jahren in einem Alter, da sind solche Erholungsphasen sowohl für den Körper als auch für den Kopf wichtig. Und die Familie freut sich auch darüber.

Du hast den neuen Trainer Adi Hütter bereits angesprochen. Wie ist dein Verhältnis zu ihm?
Ich komme sehr gut mit ihm aus. Er ist ein anderer Typ als Niko Kovac. Adi Hütter spricht sehr viel mit seinen Spielern. Auch in der Phase als ich nicht im Kader war, hat er mir alles erklärt. Das fand ich sehr stark. Ich war nach dem Pokalsieg und nach der Weltmeisterschaft in einem kleinen Loch. Nicht körperlich, sondern eher vom Kopf her. Jetzt bin ich wieder hungrig und habe dieses Jahr mit der Eintracht noch viel vor. Ich denke, dass der Start in die Saison geglückt ist. Darauf können wir aufbauen.

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