Die SGEagles berichten täglich in einem Trainingslager-Tagebuch über ihre Arbeit in den USA. Den Anfang macht Kapitän David Abraham.

Gude Frankfurt,

normalerweise trete ich die Reise über den Atlantik alleine an. Nämlich wenn ich in der Sommer- oder Winterpause nach Hause in meine Heimat nach Argentinien fliege. Dieses Mal ging es gemeinsam mit dem Team über den großen Teich - in unser Trainingslager in den USA. Vor so einem Trainingslager mit der Mannschaft ist die Vorfreude immer sehr groß. Denn als Spieler verbringt man viel Zeit miteinander, lacht sehr viel und lernt sich noch besser kennen. Allerdings hat man auch im Hinterkopf: diese Tage werden anstrengend. Sehr anstrengend. 

Daumen drücken für Ante

Apropos anstrengend: Zehn Stunden Flugzeit zum ersten Zwischenstopp nach Dallas sind normalerweise ebenfalls kein Zuckerschlecken. Doch dieses Mal verging die Zeit eigentlich relativ schnell – dank der Viertelfinalspiele bei der WM in Russland, die im Flugzeug übertragen wurden. Man kann die Flugzeit eigentlich kaum schöner überbrücken. Zusammen haben wir zunächst entspannt das Viertelfinale zwischen England und Schweden verfolgt. Brane Hrgota war vor dem Spiel noch optimistisch, anschließend mussten wir ihn ein bisschen trösten – aber Viertelfinale ist ja für Schweden nicht schlecht. Im zweiten Spiel haben wir dann unserem Teamkollegen Ante Rebic die Daumen gedrückt, der mit seinen Kroaten um den Einzug ins Halbfinale gekämpft hat. Mit Ausnahme von Max Besuschkow, der russische Vorfahren hat und es deshalb eher mit dem WM-Gastgeber gehalten hat. Gerade als wir im Anflug auf Dallas waren, haben die Russen den Ausgleich in der Verlängerung erzielt... Max’ Jubel war im ganzen Flugzeug zu hören! Vom Rollfeld runter, hingen wir deshalb direkt alle über den Handys und haben das Elfmeterschießen im Livestream verfolgt. Und obwohl Max jedes Mal die Ecken vorausgesagt und dem russischen Keeper im Handy die Seite zugerufen hat, setzten sich schließlich Ante Rebic und Co durch. Auch noch mal an dieser Stelle: Glückwunsch, Ante!

Schwitzen mit schöner Aussicht

Viel Zeit zur Freude blieb allerdings nicht mehr, da wir direkt den Anschlussflug nach Salt Lake City bekommen mussten und die Kontrollen in den Vereinigten Staaten sehr gründlich sind. Deswegen mussten wir uns etwas sputen, kamen aber gerade noch rechtzeitig in die nächste Maschine. Nach zwei weiteren Stunden Flugzeit sind wir also angekommen in Salt Lake City, am ersten Standort unseres Trainingslagers. Etwas müde haben wir bei Sonnenuntergang die RSL Academy erreicht. Erster Eindruck: geniale Trainingsbedingungen und eine traumhaft schöne Aussicht auf die Rockys. Aber jetzt, wo die ersten Frankfurter schon wieder aufstehen, geht’s für uns erstmal ins Bett. 

Euer David 


Newsroom Trainingslager USA #SGEagles

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Alle Informationen und Eindrücke rund um unser #SGEagles Trainingslager in den USA gibt es  hier in unserem Newsroom!

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