Der Faktencheck deckt auf: Mainz schießt, aber Frankfurt trifft häufiger. Sollte es heute wieder so kommen, wäre ein kleiner Fluch gebrochen.

Langweilig wird es heute wahrscheinlich nicht: In den vergangenen acht Vergleichen fielen im Schnitt 3,5 Tore.
Langweilig wird es heute wahrscheinlich nicht: In den vergangenen acht Vergleichen fielen im Schnitt 3,5 Tore.

Wetter
Am Abend pendelt sich das Thermometer bei drei Grad ein, Niederschlag ist möglich. In jedem Fall gilt: Warm anziehen!

Stadion
Die Opel Arena bietet Platz für 33.305 Besucher. Eröffnet wurde das neue Stadion 2011, damals noch unter dem Namen eines Kreditversicherers. Erst seit 2016/17 trägt die Arena die Bezeichnung des Automobilherstellers.

Entfernung der Stadien
Die Mainzer Spielstätte liegt nur wenige Flügelschläge vom Frankfurter Stadtwald entfernt: knapp 35 Kilometer.

Verkaufte Tickets
Die Eintracht wird von mindestens 3.300 Anhängern begleitet werden.

Maskottchen
Mainz 05 verzichtet konsequent auf ein Maskottchen – mit einer Einschränkung: Clown Johannes bespaßt die Mitglieder des KidsClub des Vereins, fungiert aber nicht als offizieller Talisman.

Sperren
Alle Akteure sind spielberechtigt.

Verletzungen
Bei den Hausherren fallen voraussichtlich die Torhüter René Adler (Knieverletzung) und Florian Müller (Innenbandverletzung) sowie Ridle Baku (Syndesmosebandriss), Emil Berggreen (Muskelfasereinriss), Niko Bungert (Wadenprobleme), Gerrit Holtmann (Fußverletzung) und Phillipp Mwene (Knieprellung) aus.

Aufseiten der Eintracht fehlen definitiv David Abraham (Wadenverletzung), Allan Souza (Außenbandriss im Knie), Timothy Chandler (Knorpelschaden), Makoto Hasebe (Muskelverletzung), Nelson Mandela Mbouhom (Aufbautraining), Goncalo Paciencia (Außenmeniskusriss) und Lucas Torró (Adduktorenverletzung).

Wiedersehen
Stefan Bell spielte zwischen Sommer und Winter 2011 ein halbes Jahr leihweise für die Eintracht (zwei Zweitligaeinsätze). Auch das zweite Eigengewächs Finn Dahmen war bereits für Frankfurt aktiv, wechselte aber schon auf Nachwuchsebene den Verein.

Umgekehrt lief es bei Sahverdi Cetin, der in der Jugend von Mainz über Darmstadt 98 am Riederwald landete und in diesem Jahr seinen ersten Profivertrag unterschrieb. Die größten Fußspuren hat aber sicher Nicolai Müller in der Landeshauptstadt hinterlassen, wo er seine ersten 81 Bundesligaspiele absolvierte (21 Tore, 14 Vorlagen) und sich sogar ins Blickfeld der Nationalmannschaft spielte.

Schiedsrichter
Daniel Siebert leitete bisher elf Partien mit SGE-Beteiligung, sechs endeten siegreich, zuletzt am siebten Spieltag mit dem 2:1-Sieg bei der TSG Hoffenheim. Der 34-jährige Sportwissenschaftler aus Berlin pfiff auch das bisher letzte Rhein-Main-Duell, das die Eintracht am 27. Spieltag 2017/18 mit 3:0 für sich entschied. Dem FIFA-Schiedsrichter (seit 2015) assistieren Lasse Koslowski und Jan Seidel. Vierter Offizieller ist Arno Blos. Als Videoassistent unterstützt Felix Zwayer.

Serien
Mainz 05 holte in dieser Saison gegen die deutschen Europapokalvertreter keinen einzigen Punkt.

Historische Duell-Bilanz
Von 20 Bundesligavergleichen gewann jede Seite sechs. Allerdings gewann Frankfurt, mit Ausnahme des DFB-Pokals 1986/87, noch nie bei den Nullfünfern (fünf Unentschieden, fünf Niederlagen).

Erstes Aufeinandertreffen in der Geschichte
Der angesprochene einzige Frankfurter Erfolg im DFB-Pokal, als die Adler am 26. Oktober 1986 am Bruchweg in der Verlängerung durch den eingewechselten Reinhold Jessl 1:0 gewannen.

Toptorjäger gegen den gegnerischen Verein
Für Mainz trafen insgesamt ein halbes Dutzend Schützen zwei Mal gegen die Eintracht. Dagegen erzielte Alex Meier im direkten Duell fünf Tore gegen die Nullfünfer. Vereinsübergreifend netzte Branimir Hrgota sogar sechsfach gegen den FSV, die Hälfte davon im Eintracht-Trikot.

Spektakulärster Vergleich
Abgesehen vom filmreifen Fernduell um den Aufstieg 2003 blieb vor allem der 24. April 2010 im Gedächtnis haften. Als die damaligen Tabellennachbarn am 32. Spieltag am Bruchweg aufeinandertrafen, ging die Eintracht früh durch einen Doppelpack von Alex Meier mit 2:0 in Führung. Doch Mainz verkürzte noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch Aristide Bancé und glich zehn Minuten nach dem Seitenwechsel erstmals aus. Nach der postwendenden Antwort durch Ümit Korkmaz besorgte erneut Bancé in der 86. Minute den 3:3-Endstand.

Kuriose Fakten
Der FSV gab insgesamt zwar mehr Torschüsse ab als die Eintracht (205 zu 183), verbuchte dabei aber weit weniger Großchancen (9 zu 33). Ist Frankfurt daraufhin in dieser Saison in Führung gegangen, sprangen am Ende acht Siege und ein Remis heraus. Das letzte Mal, dass die Hessen nach einem Vorsprung mit leeren Händen dastanden, war am 13. Mai 2017 – als es in Mainz nach einer 2:0-Führung eine 2:4-Niederlage setzte.

Gemessen an den jüngsten Aufeinandertreffen scheint auch heute Spektakel garantiert. In den vergangenen acht Begegnungen fielen im Schnitt 3,5 Tore. Außerdem gab es aus FSV-Sicht in keinem Duell insgesamt mehr Platzverweise als in jenen mit der Eintracht. Hier steht es aktuell 3:5.

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