Routinier Makoto Hasebe spricht über die Entwicklung der Mannschaft und eine für ihn äußerst ungewohnte Länderspielpause.

Makoto, habt ihr die Länderspielpause gut nutzen können?
Ja. Wir hatten nun zwei Wochen Zeit, um uns gut zu erholen. Im Training wurde konzentriert gearbeitet, und die Atmosphäre in der Mannschaft ist richtig gut. Aufgrund meines Rücktritts aus der Nationalmannschaft war es für mich das erste Mal seit zwölf Jahren, dass ich nicht auf Länderspielreise gegangen bin, obwohl ich fit bin. Das war ein wenig ungewohnt. Aber ich habe dafür die Zeit mit meiner Familie verbracht.

Nun habt ihr Borussia Dortmund vor der Brust. Wie schätzt du eure Chancen für Freitag ein?
Es wird eine schwere Aufgabe, keine Frage. Aber der BVB hat einen neuen Trainer und viele neue Spieler, sodass zwangsläufig noch nicht alles zu 100 Prozent funktionieren wird. Genau dort sehen wir unsere Chance. Wir haben in den vergangenen beiden Partien gut gekämpft und viel Leidenschaft gezeigt. Mit diesen Eigenschaften ist auch in Dortmund alles möglich.

Neben der Bundesliga erwarten euch künftig auch noch schwere Spiele in der UEFA Europa League. Wie blickt ihr diesen Partien entgegen?
Die Spiele gegen Marseille, Rom und Limassol werden sicherlich nicht einfach. Aber trotzdem haben wir in jeder Partie die Chance, ein gutes Ergebnis einzufahren. Wir gehen diese Duelle absolut positiv an, denn wir freuen uns ungemein, wieder im Europapokal antreten zu dürfen.

Wie betrachtest du die Entwicklung der Mannschaft?
Wir haben ein ganz junges Team, einen neuen Trainer und viele neue Gesichter im Kader. Deshalb ist es ganz normal, dass wir ein wenig Zeit brauchen. Man muss geduldig sein. In den ersten beiden Pflichtspielen hat noch die nötige Leidenschaft gefehlt, das sah in den ersten beiden Ligaspielen dann viel besser aus. Wir haben dort große Fortschritte gemacht, und ich bin mir sicher, dass wir künftig noch besser spielen werden.

Du bist in einem sehr jungen Kader einer der erfahrensten Akteure. Nimmst du viel Einfluss auf die jungen Spieler?
Ich versuche jedenfalls, viel mit den jungen Spielern zu sprechen und ein gutes Vorbild zu sein. Ich denke schon, dass die Jungs darauf achten, wie ich mich verhalte und wie ich mich auf das Training oder ein Spiel vorbereite.

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