Zugang Nummer sechs von Eintracht Frankfurt ist Goncalo Paciencia. Manchem Fußball-Fan könnte der Name Paciencia ein Begriff sein.

Goncalo Paciencia heißt der neue Stürmer von Eintracht Frankfurt. Sein Nachname hat eine tiefergehende Bedeutung, denn aus dem Portugiesischen ins Deutsche übersetzt bedeutet er „Geduld“. Genau die hatte der 23-jährige Angreifer lange beim FC Porto, seinem Ausbildungsverein. Nachdem er mehrfach vom portugiesischen Spitzenclub ausgeliehen wurde, hat sich der Angreifer jetzt für einen Wechsel entschieden. Er ist bereit für den Durchbruch und freut sich auf die Bundesliga. Am ersten Tag in Frankfurt sagte er: „Es ist ein schönes Gefühl, hier zu sein. Ich freue mich und bin gespannt darauf, Teil der Eintracht-Familie zu sein. Es ist ein Traum für mich, in der Bundesliga zu spielen.“ Der Angreifer hat das Ziel, mit Toren zum Erfolg der Adlerträger beizutragen. „Ich will hart arbeiten, um dem Team zu helfen. Und natürlich Tore schießen, das ist meine Aufgabe als Stürmer.“ Die Eintracht-Fans hat er selbst schon hautnah erlebt, als Anhänger und Jugendspieler des FC Porto war er beim SGE-Gastspiel Anfang 2014 im Stadion beim UEFA Europa League-Duell beider Teams. „Die Fans waren unglaublich. Ich habe mich sofort an das Spiel zurückerinnert, als ich das erste Mal von der Möglichkeit hörte, bald für die Eintracht spielen zu dürfen.“

Aus der Drachenschmiede

Goncalo Paciencia hat sein Talent praktisch in die Wiege gelegt bekommen. Sein Vater Domingos Paciencia ist eine FC Porto-Legende. Für die Drachen absolvierte er 263 Spiele, in denen er stolze 106 Tore erzielte. Sieben Mal portugiesischer Meister, fünf Mal Pokalsieger, einmal Portugals Fußballer des Jahres und einmal Torschützenkönig lautet seine ausgezeichnete Bilanz. Die Fußstapfen, die er für seine Söhne hinterlassen hat, sind also groß. Während der Vater nach der aktiven Karriere den Weg des Trainers einschlug, erlernten seine zwei Zöglinge Goncalo und Vasco das Fußballspielen beim FC Porto. Der Rechtsfuß lief bereits mit acht Jahren für den FCP auf und durchlief hier die komplette Jugend einer der größten Talentschmieden Europas.  Danach ging er erst für das B-Team und im Anschluss für das A-Team auf Torejagd. In der Zeit war Paciencia auch bei den portugiesischen U-Nationalmannschaften ein gefragter Mann: Sechs Tore in 17 Spielen für die U21 unterstreichen die Qualitäten des 1,84 Meter großen Angreifers.

Schluss mit der Ausleihe

Mit 20 Jahren wurde Paciencia das erste Mal vom FC Porto ausgeliehen, danach wieder und wieder. Über Academica Coimbra ging es zu Olympiakos Piräus, im Anschluss daran zu Rio Ave FC, und in der vergangenen Saison lief er bis zum Winter für Vitoria Setubal FC auf. Hier lief es für den Stürmer richtig gut: In 24 Spielen kam er auf zehn Tore und sechs Assists, weshalb Porto ihn im Winter wieder zurückholte. Bis zum Rundenende stand er für den FCP auch zwölf Mal auf dem Rasen, darunter sogar in zwei Champions League-Spielen. Einen Stammplatz konnte Paciencia bei einem der größten internationalen Klubs Europas aber nicht ergattern. Den will sich der portugiesische Nationalspieler (ein Einsatz im November 2017) bei Eintracht Frankfurt erkämpfen.


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