Das Pensum bleibt gewaltig. Am Sonntag steigt das erste von zwei "Ligafinals". Für den Cheftrainer zählt gegen Mainz 05 nur ein Sieg.

Adi Hütter befindet sich nach dem gestrigen Abend in einem Wechselbad der Gefühle.
Adi Hütter befindet sich nach dem gestrigen Abend in einem Wechselbad der Gefühle.

Adi Hütter über…

…den gestrigen Abend: Für mich ist es ein Wechselbad der Gefühle zwischen Enttäuschung und Traurigkeit, dass wir uns den Traum von Baku nicht erfüllen konnten. Die andere Seite ist aber der Stolz auf die Art und Weise wie wir uns präsentiert und international mit Leidenschaft, Herz und Haltung gespielt haben. Wir waren mit einem Bein im Finale, deswegen ist es bitter, mit leeren Händen dazustehen. Was wir geleistet haben, hat große Anerkennung gefunden, auch über Frankfurt hinaus.

…die Personalsituation: Sebastian Rode hat sich das Knie verdreht und geht auf Krücken. Noch ist keine genaue Aussage möglich, wir brauchen noch etwas Geduld. Einige Spieler haben blaue Flecken davongetragen, die solch ein leidenschaftliches Spiel mit vielen Zweikämpfen mit sich bringt. Nichtsdestotrotz müssen wir bis Sonntag den Kopf freibekommen. Das Spiel hat nicht nur körperlich viel Kraft gekostet, sondern auch mental. Wir werden alles unternehmen, um gegen Mainz wieder auf die Beine zu kommen und zu gewinnen. Egal wie!

…die Auswirkungen: Gestern Abend gab es viele traurige Gesichter, einige haben geweint. Nach einer tollen Gruppenphase haben wir auch in der K.o.-Runde einen Gegner nach dem anderen ausgeschaltet und danach das mutige Ziel Finale formuliert. Wie wir einem Weltklasse-Klub wie Chelsea FC die Stirn geboten haben, soll uns Kraft für Sonntag geben. Deswegen kann auch keiner von einem Misserfolg sprechen. Wir haben zwei Mal nicht verloren. Es geht darum, dass wir uns speziell geistig auf das Spiel am Sonntag vorbereiten. Ich glaube, dass uns die Fans wie in London und vorhin am Flughafen tragen werden. Im letzten Heimspiel werden wir nochmal die volle Unterstützung bekommen wie immer in dieser Saison. Ich werde rotieren. Die Spieler sind 120 Minuten über ihre Grenzen gegangen. Morgen werde ich schauen, wer 90 Minuten marschieren kann.

…den kommenden Gegner: Die Qualitäten von Mainz haben wir schon im Hinspiel gesehen. Aber sie haben in diesem Jahr außer in Stuttgart immer verloren. Trotzdem haben sie mit Mateta, Quaison und Onisiwo drei torgefährliche Spieler und mit Boetius einen sehr guten Vorbereiter. Sie agieren variabel, körperbetont und zweikampfstark. Wir müssen den Kampf von der ersten Minute annehmen, um bestehen zu können.


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