Almamy Toure weiß, wo er her kommt und wo her hin will. Nach dem Vormittagstraining erklärt der Winterneuzugang, was er dafür tun muss.

Almamy, wie ist es dir in deinen ersten Tagen in Frankfurt ergangen?
Es läuft sehr gut. Meine neuen Mannschaftskollegen haben mich sehr gut aufgenommen und mir dadurch die Integration erleichtert. Die erste Trainingswoche nach meiner vorherigen Verletzung ist sehr erfreulich verlaufen.

Wann können wir dich auf dem Platz erwarten?
Die Verletzung war bereits vor meiner Ankunft in Frankfurt so gut wie auskuriert. Es ging einzig darum, mir meine Kondition zurückzuholen. Das ist nun der Fall. Nach einer vollen Trainingswoche fühle ich mich physisch bei annähernd 100 Prozent. Natürlich hatte ich etwas Trainingsrückstand aufzuholen und musste zunächst im Grundlagenbereich arbeiten. In ein bis zwei Wochen bin ich startklar.

Welchen Eindruck hast du von deinen neuen Kollegen?
Es ist ein tolles Gefühl, mit der Mannschaft zu trainieren. Dadurch lerne ich die Spielweise und auch die damit verbundene Intensität am besten kennen. Daran musste ich mich erstmal gewöhnen, was mir in einer gut funktionierenden Mannschaft wie der Eintracht aber leicht gemacht wurde. Ich habe ein starkes Team vorgefunden, das torgefährlich und konterstark ist und auch defensiv einen guten Job macht.

Am Donnerstag steht das Hinspiel bei Shakhtar Donetsk an. Was erwartest du für ein Spiel?
Ich kenne den Gegner, weil ich sie bereits in der Vorrunde der Champions League gegen Olympique Lyon gesehen habe. Sie sind eine sehr offensivstarke Mannschaft. Daher wird es darauf ankommen, die Konzentration von Anfang bis Ende hochzuhalten. Gelingt uns das, sehe ich Chancen, zu bestehen und die nächste Runde zu erreichen.

Du bist mit sechs Jahren von Mali nach Frankreich emigriert. Wie verlief die Umstellung auf den europäischen Lebensstil?
Das hat mir keine wirklichen Probleme bereitet. Als ich ankam, ging ich sofort zur Schule. Ich bin im Département Seine-Saint-Denis aufgewachsen, wo sehr viele Jugendliche leben. So bin ich zwischen Freunden und Fußball groß geworden und habe mich entsprechend wohlgefühlt.

Auf welcher Position siehst du dich am stärksten?
Ich wurde zwar als Innenverteidiger ausgebildet, kann aber genauso gut auch auf der rechten Abwehrseite spielen. In Monaco habe ich mich auf dieser Position im Laufe der Jahre entwickelt. Wenn ich mich auf eine Lieblingsposition festlegen müsste, wäre das die Abwehrzentrale.

Was würdest du als deine Stärken bezeichnen?
Ich würde sagen, dass ich eine gute Antizipation besitze und dadurch für die Vorwärtsverteidigung geeignet bin. Auch mein Passspiel ist nicht schlecht, ich versuche immer, von hinten heraus spielerische Lösungen zu finden.

Wie tickt Almamy Toure außerhalb des Fußballs?
Ich treffe mich gerne mit Freunden und gehe häufig ins Kino. Ansonsten bin ich ein eher ruhiger Zeitgenosse. Bei Mannschaftsabenden bin ich natürlich dabei, generell sehe ich mich aber als den häuslichen Typen, der beispielsweise kocht und Serien schaut.

Was waren die Beweggründe für deinen Wechsel zur Eintracht?
Natürlich hilft es mir, dass ich in Frankfurt auf viele französischsprachige Spieler treffe. Das war durchaus ein ausschlaggebendes Argument. Ich habe mich zuvor auch mit Abdou Diallo ausgetauscht, der 2017 von Monaco nach Mainz gewechselt ist. Er hat nur Gutes über die Bundesliga zu berichten gewusst. Überhaupt haben zuletzt viele Franzosen den Weg in die Bundesliga gefunden und überzeugen nun auf hohem Niveau. Das sind alles Kriterien, die mich am Ende darin bestärkt haben, nach Frankfurt zu kommen.

Welche persönlichen Ziele verfolgst du mit der Eintracht?
Ich bin gekommen, um der Mannschaft zu helfen. Darauf liegt mein täglicher Fokus. Ich möchte mich im Training anbieten, um für den Trainer eine zusätzliche Option zu sein. Dafür muss ich, sobald ich meine Chance erhalte, Leistung bringen, dann werde ich zu meinen Einsatzzeiten kommen. Ich gehe diese Dinge naturgemäß ambitioniert an und hoffe, das Team schon kurzfristig unterstützen zu dürfen. Denn dafür bin ich hier.

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