Nach der magischen Nacht zur 120-Jahr-Feier hat eintracht.de mit Adlerträgern gesprochen, die an den Höhepunkten der Eintracht-Geschichte beteiligt waren.

Vereinspräsident Peter Fischer war hinterher schweißgebadet, er hatte bei jedem Lied vollen Körpereinsatz gezeigt. Rekordbundesligaspieler Karl-Heinz Körbel genoss den Abend mit Frau, Tochter, Freunden und Spielern der Traditionsmannschaft vor einer der Logen und schunkelte beim Abschluss zu „Im Herzen von Europa“ natürlich auch mit. Die Spieler der 1959er-Mannschaft hielten sich traditionell unweit ihrer Loge auf und durften einen ganz speziellen Moment erleben. Später, nach dem Ende der Veranstaltung, blieben viele Eintrachtler noch in der Commerzbank-Arena, tauschten sich aus, philosophierten über alte Zeiten und den aktuellen Höhenflug der Profimannschaft. Die Eintracht-Familie hat am Samstag eine magische Nacht erlebt.

Insbesondere den Meistern von 1959 wurde gehuldigt. Als Istvan Sztani, Egon Loy und Co. im Stadion die Schale in die Höhe hielten und diese Bilder live auf der Leinwand zu sehen waren, brandete großer Jubel auf. Für Erwin Stein war das „ein sehr schöner Moment an einem sehr schönen Abend“, ihm und seiner Frau gefiel der musikalische Mix. Gleich in zwei Logen hielten sich die 1959er-Meister auf, so zahlreich waren sie mitsamt Anhang erschienen.

„Gänsehaut pur“ hatten nicht nur die Markenbotschafter Alexander Schur und Ervin Skela. „Schui“ war von den Videos, die die einzelnen Epochen einleiteten und die Musikstücke begleiteten, begeistert. „Diese bildtechnische Umsetzung war beeindruckend. Die Eintracht hat Höhen und Tiefen erlebt –all das ist sehr gut rübergebracht worden.“

Zurückversetzt

Ein „Kompliment an die Veranstalter“ hatte auch Thomas Zampach parat. „Das war schon großes Kino“, sagte der Aufstiegsspieler von 1998, der sich beim Auftritt der Rodgau Monotones in seine Jugendzeit zurückversetzt fühlte. „Wie das Publikum über den ganzen Abend mitgegangen ist, war faszinierend. Ich hatte Gänsehaut“.

Karl-Heinz Körbel hat mit der Eintracht alles erlebt und ist auch heute noch einer der zentralen Figuren. „52 Jahre bin ich jetzt im Verein. Die Entwicklung in dieser Zeit zu sehen, ist grandios und beeindruckend. Heute waren alle Eintracht-Generationen vereint, ein tolles Bild“, sagte der vierfache DFB-Pokalsieger. Wie die Eintracht-Familie gelebt wird, davon war auch Andreas Möller beeindruckt. Der frühere Spieler, der alles gewonnen hat, aber mit der Eintracht und auch mit Schalke 04 ganz knapp die Meisterschaft verpasste, schaute ganz genau bei den Szenen vom Saisonfinale 1992 hin. „So deutlich habe ich diese Szene noch nie gesehen“, sagte er über das vermeintliche Foul an Ralf Weber, als der Eintracht in Rostock ein Elfmeter verwehrt wurde. Der damalige Trainer Dragoslav Stepanovic hatte unterdessen „ein hungriges Publikum gesehen, das große Lust auf mehr tollen Eintracht-Fußball in der kommenden Saison hat“. Für ihn ist „die Eintracht ein richtiger Verein geworden, der am heutigen Abend eine tolle Veranstaltung für seine treuen Fans auf die Beine gestellt hat“. Diese deckten sich nach der Veranstaltung mit dem neuen Trikot ein, vor den Verkaufsständen hatten sich schnell lange Schlangen gebildet. Schwarz, weiß und rot, alle Vereinsfarben sind im neuen Heimjersey vereint und verleihen diesem einen einzigartigen Glanz.

Ob Körbel, Schur, Stein, Stepanovic und viele mehr – sie alle genossen die emotionale Achterbahnfahrt in der Commerzbank-Arena mit Gänsehaut.

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