Ein proppenvoller Saal, ein 40-minütiges Fragenfeuerwerk: Die Pressekonferenz gibt einen Vorgeschmack auf das Europa League-Achtelfinale.

Adi Hütter über …

… die Personalsituation: Wie gewohnt erfährt die Mannschaft als erstes von der Aufstellung. Ante Rebic kann nicht spielen. Natürlich besteht die Möglichkeit, dass Goncalo Paciencia in der Startelf steht. Bei David Abraham warten wir das Abschlusstraining ab. Wenn er fit ist, ist er ein Thema. Gelson Fernandes hat seine Verletzung überraschend schnell auskuriert, hat zuletzt voll mittrainiert und ist für morgen eine Option. Er ist ein absolut wertvoller Spieler, ein Leader, der nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz vorangeht. Ich weiß, was ich an ihm habe, wenn ich ihn einsetze.

… die Bedeutung des Achtelfinals: Über die Stärke des Gegners brauchen wir nicht sprechen. Inter ist ein tolles Los, ein Topteam aus Italien. Für diesen besonderen Gegner in einem besonderen Spiel brauchen wir eine besondere Leistung.

… die eigene Erfolgssträhne: Sowohl die Tatsache, seit neun Spielen gegen überwiegend sehr gute Gegner ungeschlagen zu sein, als auch die Art und Weise des vergangenen Sieges mit dem furiosen Finale gegen Hoffenheim verleiht uns noch mehr Selbstvertrauen und Kraft. Das müssen wir morgen von der ersten Minute an zeigen, um uns eine gute Ausgangssituation zu verschaffen.

… die Herangehensweise: Wir möchten uns nicht verstecken, wissen aber auch, dass es gerade in der K.o.-Phase unglaublich wichtig ist, zu Null zu spielen. Gegen Donetsk haben wir bewiesen, dass wir über mehr als ein Gesicht verfügen und uns auch mal zurückziehen können. Ich erwarte für morgen eine kontrollierte Offensive und stabile Defensive.

… die Nebengeräusche bei Inter: Ich nehme das zur Kenntnis, kann die Umstände aber nicht beeinflussen. Angeschlagen zu sein bedeutet aber auch gefährlich zu sein. Sie haben gegen Cagliari sicher nicht ihre beste Leistung gezeigt, kassieren aber insgesamt wenige Gegentore. Generell lasse ich mich von den Ergebnissen in der Liga nicht blenden. Sie sind in der Champions League-Gruppenphase nur wegen einem Tor nicht ins Achtelfinale gekommen. Ich konzentriere mich vorwiegend auf meine Mannschaft und werde sie so einstellen, dass wir nicht nur gut spielen, sondern uns auch eine gute Ausgangsposition verschaffen. Das ist das Wichtigste.

… den Status als einziger deutscher Verein im Wettbewerb: Wir müssen nicht die deutsche Flagge hochhalten, sondern dürfen und wollen es. Mich freut, dass unser attraktiver Fußball bei immer mehr Leuten auf Sympathie stößt.

Martin Hinteregger über…

… Bedeutung des Spiels: Es ist etwas ganz Besonderes für uns, weil solch ein Duell nicht jede Woche vorkommt und nicht alltäglich ist. Wir werden alles dafür tun, ein gutes Spiel abzuliefern, um den Traum von der Europa League weiterleben können.

… die Aufholjagd gegen Hoffenheim: Natürlich gibt es uns Sicherheit, mit einem Sieg im Rücken ins nächste Spiel zu gehen und zu wissen, dass wir auch kurz vor Schluss in der Lage sind, ein Spiel drehen zu können. Das war wichtig. Hoffenheim war ein starker Gegner, aber Inter steht noch eine Stufe darüber. Dennoch haben wir gegen Donetsk bewiesen, wozu wir in der Lage sein können.

… seine Blitzintegration: Manchmal wirkt es schon noch kurios, dass ich vier Wochen nach meinem Wechsel plötzlich im Europa League-Achtelfinale gegen Inter stehe. Jeder hat gesehen, dass ich die Aufgabe angenommen und mich komplett auf Frankfurt eingelassen habe. Ich werde auch morgen wieder alles reinhauen, um dem Verein zu helfen.

… die Möglichkeiten im Wettbewerb: Natürlich hat man immer Träume. Aber wir müssen auch die starke Konkurrenz wie Inter berücksichtigen. Es wird ein extrem harter und weiter Weg. Ich weiß nicht, ob die Europa League jemals so gut bestückt war wie in diesem Jahr. Morgen wartet der nächste dicke Brocken.

…das Hinspiel: Zuhause zu Null zu spielen, finde ich extrem wichtig. Wir müssen uns extrem gut auf den Gegner vorbereiten, jeden Spieler in- und auswendig kennen. Natürlich stehen dann die Verteidiger im Fokus, aber wir können als ganze Mannschaft gut verteidigen. Dass wir Tore schießen können, haben wir oft genug gezeigt.


PK und Abschlusstraining vor dem Spiel gegen Internazionale Milano

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