Die Eintracht will am Freitagabend gegen den FC Augsburg auch im fünften Spiel 2020 ungeschlagen bleiben. Leichter gesagt als getan.

Das Kräftemessen der Eintracht mit den bayerischen Schwaben ist auch das Aufeinandertreffen zweier Tabellennachbarn, die aktuell nur ein Zähler voneinander trennt. Während die Adlerträger nach dem Achtelfinaltriumph gegen Leipzig nur zwei Tage Verschnaufpause hatten, konnte sich der FCA voll und ganz auf die bevorstehende Begegnung vorbereiten, da im Pokal bereits in der ersten Runde durch ein 1:2 in Verl Schluss war. Die Mannschaft von Cheftrainer Adi Hütter hingegen steht vor ihrem dritten Pflichtspiel binnen sieben Tagen.

Obwohl die Hessen am Ende noch einen glücklichen Punkt aus Düsseldorf entführen konnten, zeigte die Hütter-Truppe am vergangenen Wochenende ihr schwächstes von bisher drei Ligaspielen seit Rückrundenbeginn. Während der späte Ausgleich durch Timothy Chandler zeigte, dass der Kampfgeist stimmt, herrschte vor allem spielerisch viel Luft nach oben, wie alle Beteiligten einhellig bekannten, Besserung gelobten und dem am Dienstag Tagen folgen ließen.

Fokus Zukunft

Ausbaufähig bleibt die Bilanz gegen den kommenden Gegner aus Augsburg. Das Hinrundenspiel ging auswärts knapp mit 1:2 verloren und auch zuhause gibt es einige Teams, die der Eintracht besser liegen als die Fuggerstädter. So gingen die letzen beiden Duelle am Main jeweils an den FCA, wobei vor allem das turbulente letzte Aufeinandertreffen im Stadtwald für Furore sorgte. Am  14. April 2019 ging die Eintracht zwar durch einen Treffer von Goncalo Paciencia in Führung, musste sich letztlich aber mit 1:3 geschlagen geben. Dazwischen gab es nicht nur auf beiden Seiten jeweils eine frühe, verletzungsbedingte Auswechslung, sondern auch einen Platzverweis gegen Gelson Fernandes kurz nach dem Seitenwechsel. Ein Abend zum Vergessen für die SGE, die in sieben Bundesligaheimspielen gegen die Augsburger überhaupt erst zwei Siege erringen konnte. Der zweite und bisher letzte Heimdreier gelang am 30. Spieltag der Saison 2016/17, als der Mexikaner Marco Fabián beim 3:1-Erfolg einen Doppelpack schnürte und Ante Rebic in der Nachspielzeit den Sack zumachte.

Doch wie schon Winterneuzugang Stefan Ilsanker, der in Düsseldorf sein Eintracht-Debüt feierte, wodurch der Traditionsverein nun mit 438 unterschiedlichen Spielern gemeinsam mit dem Hamburger SV die meisten der Bundesligahistorie eingesetzt hat, richtig bemerkte: „Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern, die Zukunft schon. Und genau darauf konzentrieren wir uns.“

Kopf an Kopf

Nach drei Niederlagen in Folge gelang dem FC Augsburg am vergangenen Spieltag beim 2:1 gegen Werder Bremen der erste Sieg in 2020. Obwohl die Eintracht mit sieben Zählern aus drei Partien parallel sehr gut aus der Winterpause gekommen ist, steht der FCA dennoch nach wie vor unmittelbar vor den Adlerträgern. Das liegt vor allem daran, dass die Fuggerstädter im Gegensatz zur SGE im November und Dezember richtig stark aufgespielt und ordentlich Punkte gesammelt haben. Niederlagen setzte es in den letzten beiden Monaten 2019 nur gegen Schalke und Leipzig, dazu kamen nicht weniger als fünf Siege sowie ein Remis in Köln. Durch dieses Zwischenhoch stehen mittlerweile 26 Zähler und damit Platz zehn zu Buche, dicht gefolgt von den Frankfurtern, die 25 Punkte auf dem Konto haben. Doch gerade enge Geschichten schreibt die Eintracht besonders gern. Und seit knapp einem Monat auch wieder vom Erfolg gekrönte.

Anstoß: Freitag, 7. Februar, 20.30 Uhr, Bundesliga 2019/20, 21. Spieltag.
Stadion: Commerzbank-Arena, Frankfurt.
HörtippEintrachtFM überträgt ab 20.20 Uhr live.

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