Der Cheftrainer erklärt, warum zu viel Mut gefährlich sein kann, spricht über die Unwägbarkeiten in Düsseldorf und begründet das Vertrauen in das vorhandene Personal.

Chefcoach Adi Hütter möchte im Gastspiel bei Fortuna Düsseldorf den aktuellen Lauf fortsetzen.
Chefcoach Adi Hütter möchte im Gastspiel bei Fortuna Düsseldorf den aktuellen Lauf fortsetzen.

Adi Hütter über…

…die Anordnung Düsseldorfs: Wir haben uns natürlich Uwe Röslers Spiele in Malmö angesehen, wo er verschiedene Grundordnungen angewandt hat. Es ist schwierig zu sagen, ob er mit Dreier- oder Viererkette agieren lassen wird. Wir müssen uns auf beides einstellen. Es stellt sich auch die Frage, ob er uns im Heimspiel unter Druck setzen und pressen möchte oder doch tiefer stehen und mit schnellen Spielern umschalten lassen wird. Es gleicht ein bisschen einer Lotterie.

…die Leistungsstärke der Fortuna: Grundsätzlich besteht der Kader aus guten Spielern. In Leverkusen haben sie gezeigt, dass der Tabellenplatz nicht ihrem wahren Leistungsvermögen entspricht. Sie sind kompakt und kampfstark und werden morgen alles daransetzen, uns ein Bein zu stellen. Trotz allem möchten wir unseren Lauf fortsetzen und gewinnen.

…die eigene Herangehensweise: Wir sind noch nicht in sicheren Gefilden. Fakt ist aber, dass wir mit sechs Punkten gut in die Rückrunde gestartet sind. Wir hätten auch gegen Leipzig mutig auftreten, alles nach vorne werfen und 0:4 verlieren können. Grundsätzlich möchte ich die Mannschaft immer dahingehend einstellen, dass sie mutig spielt. Dennoch ist unser Weg aktuell der, den Fokus auf die taktische Disziplin zu legen und in den nächsten Wochen unseren Block immer weiter nach vorne zu verschieben. Grundlage bleibt aber immer, die Zweikämpfe anzunehmen und diszipliniert aufzutreten.

…Personelles: Natürlich machen wir uns mit Blick auf die nächsten drei Spiele Gedanken. Sicher ist, dass wir nicht jedes Mal mit derselben Formation auflaufen werden. Gegen Fortuna Düsseldorf möchte ich die stärkstmögliche Mannschaft auf den Platz schicken. Außer den Langzeitverletzten können wir aus dem Vollen schöpfen. André Silva hat gut trainiert und ist auf einem guten Weg. Er nimmt den Kampf an. Das ist wichtig, weil wir viele Spiele haben und für den Erfolg alle Akteure brauchen werden. Ich bin froh, dass er bei uns ist. Wir vertrauen den Spielern, die wir haben. Im Winter ist es nicht einfach, auf den entsprechenden Positionen Spieler zu finden, die uns weiterbringen. Deshalb haben wir uns mehr zurückgehalten als viele andere Vereine.

…die zurückgekehrte Abwehrstärke: Zur Stabilität trägt David Abraham genauso bei wie alle anderen auch. Die Innenverteidigung zusammen mit Hinteregger ist bärenstark. Zudem hat Kevin Trapp in beiden Spielen gezeigt, wie wertvoll er für uns ist. Auch die Außenverteidiger machen einen guten Job. Das Abwehrverhalten ist von allen momentan sehr, sehr gut.


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