Tausende Eintracht-Fans haben den sonnigen Tag in Mailand genutzt, um sich gemeinsam und friedlich auf die Europa League-Begegnung am Abend einzustimmen.

Auf dem Domplatz herrscht um die Mittagszeit Volksfeststimmung. Die internationalen Gassenhauer der Eintracht-Fans werden angestimmt, die Kaltgetränke aus der Dose zu sich genommen. Man tauscht sich mit anderen Fans aus, genießt das frühlingshafte Wetter und blickt mit großer Vorfreude auf das Spiel am Abend. Tausende Anhänger der Adlerträger sind am Donnerstagnachmittag in der Stadt und fiebern dem UEFA Europa League-Achtelfinale am Abend gegen den FC Internazionale Milano entgegen. Im Rückspiel ab 21 Uhr fällt nach dem 0:0 vor einer Woche die Entscheidung um den Einzug ins Viertelfinale.

Die einhellige Meinung unter den Eintracht-Fans bei einer kleinen Umfrage auf dem Mailänder Domplatz: Wir sind seit Jahrzehnten Anhänger – aber was die vergangenen zwei, drei Jahre passiert, ist Gänsehaut pur. Daher haben sich auch rund 15.000 Fans auf den 660 Kilometer langen Weg gemacht. Und dabei war ihnen das Verkehrsmittel egal – genau so, wie es auch in einem Eintracht-Lied besungen wird. „Egal ob Bus oder Bahn, sch*** egal, Eintracht Frankfurt international“. Auch das Auto und das Flugzeug waren natürlich Optionen. Dabei gab es die kuriosesten Möglichkeiten. Im Osten Hessens taten sich drei Fanclubs zusammen und mieteten einen Doppeldecker-Bus, manche reisten mit dem eigenen PKW erst am Donnerstag an und sind direkt nach dem Spiel schon wieder auf dem Heimweg, der Tagesflieger bietet keine 20 Stunden Aufenthalt in Mailand – bei 15.000 Fans kommen viele Möglichkeiten zusammen.

Die Stadt ist Eintracht

Die Stadt war am Donnerstagnachmittag freilich fest in Eintracht-Hand. Egal in welches Café, in welche Pizzeria oder in welches Kaufhaus man auch schaute – Eintracht-Klamotten gab’s überall zu sehen. Das Tetra Pak-Trikot aus den 1990ern, T-Shirts mit der „12“ hintendrauf, Oberteile aus der aktuellen Fankollektion – alles war dabei.

Auch die 120 VIP-Gäste der Eintracht mischten sich ins Getümmel. Ex-Vorstandsboss Heribert Bruchhagen, Weltmeister Andreas Möller, Markenbotschafter Ronny Borchers und viele mehr besichtigten die Mailänder Scala und den Dom unter fachkundiger Führung. In der Scala konnte die Eintracht-Gruppe sogar eine Probe sehen, das imposante Innenleben der drittgrößten Kirche der Welt wird sicherlich auf dem einen oder anderen Foto und Selfie verewigt sein. Präsident Peter Fischer ließ es sich auch an seinem 63. Geburtstag nicht nehmen, sich bei den Fans in der Menge zu zeigen. Klar, dass hier auch "Peter gibt einen aus" angestimmt wurde.

Schon am frühen Nachmittag setzte sich der Fanmarsch am Dom in Bewegung. Das hatte zwei Gründe: erstens ist der Weg zum Stadion fußläufig mit über sechs Kilometern weit, zweitens werden die Stadiontore für die Gästefans bereits um 17 Uhr geöffnet.

Spätestens vier Stundenspäter wird jeder Eintracht-Fan auf seinem Platz sein, um die Mannschaft um das heutige Trainerteam Christian Peintinger und Armin Reuterhahn tatkräftig und lautstark zu unterstützen. Mit der vorbildlichen Unterstützung soll der Einzug ins Viertelfinale gelingen.

Tagesimpressionen aus Mailand

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