Vor dem ersten Duell mit dem FC Shakhtar Donetsk spricht Kevin Trapp über das schwere Auswärtsspiel in der Ukraine und die zuletzt verbesserte Defensivleistung der Eintracht.

Im Training wie im Interview mit Köpfchen: Kevin Trapp.
Im Training wie im Interview mit Köpfchen: Kevin Trapp.

Kevin, wie bewertest du rückblickend das Remis in Leipzig?
Insgesamt gehen wir mit einem positiven Gefühl aus dieser Partie. Ein 0:0 in Leipzig ist ein gutes Ergebnis. Besonders freuen wir uns, dass wir die Null halten konnten. Zwar hatte RB nach dem Seitenwechsel ein paar Möglichkeiten, aber insgesamt haben wir es sehr gut verteidigt. Die gesamte Mannschaft hat hart dafür gearbeitet, ohne Gegentor zu bleiben. Diese Einstellung hat mir auch gegen Borussia Dortmund schon gut gefallen.

War diese stabilere Defensivleistung ein erklärtes Ziel von euch?
Auf jeden Fall. Wir haben unser Abwehrverhalten thematisiert und uns vorgenommen, mit noch mehr Leidenschaft und Einsatz zu verteidigen. Besonders gegen Topteams wie Dortmund, Leipzig oder nun Donetsk ist es wichtig, immer noch ein paar Extrameter zu machen. Nur dann kann man auch etwas Zählbares gegen solche Mannschaften mitnehmen. Wenn wir immer so verteidigen wie zuletzt, sind wir schwer zu schlagen.

Neu dabei in der Defensive ist unter anderem Martin Hinteregger. Was sagst du zu seinen ersten Auftritten?
Wenn man bedenkt, dass er erst zwei Tage vor seinem ersten Spiel zu uns gewechselt ist und dann nur ein Mal mit dem Team trainiert hat, war das schon richtig gut. Er hat sich gegen Dortmund und Leipzig in jeden Ball geworfen und viele Zweikämpfe gewonnen. Ich glaube, er kann in der Rückrunde noch ein sehr wichtiger Baustein für unseren Erfolg sein.

Was erwartest du nun von der Partie in Charkiw gegen Donetsk?
Wir treffen auf eine Mannschaft, die unheimlich viel Qualität hat. Sie haben viele technisch beschlagene Brasilianer in der Mannschaft und daneben noch einige ukrainische Nationalspieler. Sie wissen alle, wie man Fußball spielt. Und sie waren in diesem Jahr in der Champions League dabei. Dementsprechend wird uns Shakhtar alles abverlangen. Es ist ein harter Gegner, auf den wir uns aber sehr freuen.

Shakhtar befindet sich noch nicht wieder im Spielbetrieb. Kann das ein Vorteil sein?
Natürlich ist es immer gut, im Rhythmus zu sein. Aber auf der anderen Seite weiß auch Donetsk ganz genau, um was es geht. Auch sie wollen unbedingt gewinnen und werden keine Ausreden suchen. Von daher muss das nicht zwingend ein Vorteil sein.

Ist es schwer für euch, zwischen den Spielen gegen Leipzig und Mönchengladbach den Schalter umzulegen und sich auf die Europa League zu konzentrieren?
Es ist ja nicht das erste Mal in dieser Saison, dass wir uns binnen weniger Tage auf einen anderen Wettbewerb einstellen müssen. Von daher haben wir da schon eine gewisse Routine, die uns sicherlich hilft. Andererseits sind wir nun in der K.o.-Phase, in der jeder Fehler knallhart bestraft wird. Deshalb haben wir uns nach dem Spiel in Leipzig auch nur kurz ausgeruht und dann direkt wieder den Fokus auf Donnerstag gelegt.

Wie wollt ihr es am Donnerstag angehen, um das erste Spiel gegen Donetsk erfolgreich zu gestalten?
Uns stehen zwei sehr schwere Spiele bevor, in denen wir zwei Mal ans Limit gehen müssen. Leidenschaft und Einsatz müssen stimmen, sonst wird es schwer. Aber das gesamte Team ist schon seit der Auslosung hoch motiviert und heiß auf dieses Spiel. Zudem haben wir die Situation, auswärts vorlegen und zuhause dann das Weiterkommen perfekt machen zu können. Das ist eine tolle Situation, die wir nutzen möchten. Wir wollen unsere Europapokal-Geschichte unbedingt weiterschreiben.

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