Nach 1980 empfängt die SGE zum zweiten Mal in ihrer Europapokalgeschichte Shakhtar Donetsk. Damals siegten die Hessen, in der heimischen „Festung“ soll sich Geschichte wiederholen.

Gude Shakhtar und willkommen im Stadtwald. Oder besser gesagt: Willkommen zurück. Denn der Ukrainische Serienmeister der vergangenen Jahre reist bereits zum zweiten Mal in seiner Geschichte an den Main. Das erste Gastspiel liegt allerdings ein paar Jährchen zurück, es fand am 1. Oktober 1980 statt und die Eintracht gewann nach einem 0:1 im Hinspiel mit 3:0 durch Tore von Doppelpacker Cha Bum-kun und Bernd Hölzenbein, der das Ergebnis aus der ersten Partie bereits nach vier Minuten egalisierte. Damals hautnah dabei: Der damals 22-jährige Verteidiger Igor Simonov, dem es in Hessen scheinbar gut gefallen hat, denn seit 2003 trägt der Ukrainer selbst den Adler auf der Brust. Erst als Jugendtrainer und seit 2010 als Materialwart an der Seite von Franco Lionti.

Der nächste Festtag in der Festung?

Während anno 1980 24.000 Fans ins alte Waldstadion pilgerten, ist die heutige Commerzbank-Arena gegen Donetsk natürlich längst ausverkauft. Und das aus gutem Grund, denn Europapokalheimspiele der Adler sind regelmäßig Festtage, nicht nur in dieser Spielzeit, in der die Eintracht alle Spiele vor heimischer Kulisse für sich entscheiden konnte. Immerhin liegt die letzte Heimniederlage auf europäischem Parkett über zwölf Jahre zurück - es war ein 1:2 gegen US Palermo. Beim letzten Europa-Abenteuer 2013/14 hielt die „Festung Waldstadion“ von der Qualifikation bis zur K.o.-Phase ebenfalls Stand (vier Siege, ein Remis). Das ergibt unter dem Strich eine Serie von neun Heimspielen ohne Niederlage und das bei gerade einmal zwei Punkteteilungen. 

Dauergast in Deutschland

Aufeinandertreffen mit deutschen Klubs ziehen sich wie ein roter Faden durch die Europapokalgeschichte Shakhtars. So spielte der Verein des aktuellen Trainers Paulo Fonseca, das Hinspiel vergangene Woche eingerechnet, schon 21 Mal gegen Vertreter aus Deutschland. Übrigens auch bereits in dieser Spielzeit, wo die Ostukrainer in der Gruppenphase der UEFA Champions League bei der TSG Hoffenheim gewannen und zuhause ein Remis erreichten. Insgesamt haben die „Bergarbeiter“ eine durchaus vorzeigbare Statistik gegen Vereine aus der Bundesliga respektive DDR Oberliga. So kommt Shakhtar auf sieben Siege, acht Remis und sechs Niederlagen. Nicht ganz so positiv liest sich umgekehrt die Bilanz der Adlerträger gegen Vereine aus der Ukraine, die Dynamo Kiew, Dnipro Dnipropetrovsk und eben Shakhtar Donetsk umfassen. Für den UEFA-Cup-Sieger von 1980 stehen zwei Siege, ein Remis und vier Niederlagen zu Buche. Höchste Zeit also, dass hier nachgebessert wird. Der Zeitpunkt für ein Aufhübschen der Bilanz könnte kaum besser sein.

Zum Spiel

Anstoß: Donnerstag, 21. Februar, 18.55 Uhr, Zwischenrunde
Stadion: Commerzbank-Arena, Frankfurt


Teilen
Funktionen