Zwei Tage vor der Rückkehr in den Ligaalltag spricht Trainer Hütter über die Länderspielpause, die Trainingswoche und die bevorstehenden Aufgaben.

Cheftrainer Adi Hütter freut sich auf die kommenden Aufgaben.
Cheftrainer Adi Hütter freut sich auf die kommenden Aufgaben.

Adi Hütter über…

…das UEFA-Urteil vom Donnerstag: Es freut mich, dass unsere Fans uns in Lissabon wieder tatkräftig unterstützen werden. Noch eine persönliche Sperre gegen mich wäre aber des Guten zu viel gewesen. Nachdem ich beim letzten Mal vor dem Urteil etwas zu optimistisch gestimmt war, habe ich mir diesmal keine allzu großen Gedanken gemacht und gehofft, dass die Strafe mit dem Tribünenplatz in Mailand verbüßt ist.

… die Länderspielpause: Ich nehme immer Rücksicht auf die Spiele, aber auch die Trainingsinhalte der Nationalteams. Taleb Tawatha ist mit einer Verletzung zurückgekehrt und steht nicht zur Verfügung, der Einsatz von Mijat Gacinovic ist offen. Alle anderen sind wohlbehalten zurück. Martin Hinteregger hatte einen Tag frei und ist froh, wieder hier zu sein. Seit er bei uns ist, sind wir ungeschlagen, er ist gut drauf.

… die Personalsituation: David Abraham ist auf alle Fälle ein Thema. Vor dem Spiel gegen Donetsk hatte er auch nicht öfter trainiert als in dieser Woche. Ich lasse mir offen, wer spielt und die Binde tragen wird. Das Luxusproblem ist hinten noch größer als vorne. Das bietet mir Möglichkeiten zu rotieren und den Spielern Pausen zu geben. In den nächsten Wochen haben wir genügend Spiele, in denen wir jeden Einzelnen brauchen werden. Qualität auf der Bank ist immer wichtig. Entscheidend wird sein, die richtige Mischung zu finden.

…den kommenden Gegner VfB Stuttgart: Auch wenn wir möglicherweise in der Favoritenrolle sind, ist es entscheidend, diese auch auf dem Platz anzunehmen. Statistiken spielen dabei keine Rolle. Serien kann man brechen. Der VfB hat sich stabilisiert und steht kompakter. Er hat umgestellt auf eine Dreierkette mit Pavard, Kabak und Kempf. Es bleibt offen, wer Ascacibar ersetzen wird, ob Gentner, Aogo oder Didavi als offensive Variante. Der VfB hat begriffen, um was es geht. Es wird kein einfaches Spiel!

… die Geburtsstunde des Dreiersturms im Hinrundenspiel: Uns bieten sich mehrere Möglichkeiten an, auch mit zwei Stürmern. Dann wären Mijat, falls er fit wird, Jetro Willems oder Jonathan de Guzman eine Option; unabhängig davon, ob der Gegner mit Dreier- oder Viererkette antritt. Es geht darum, für das Spiel die bestmögliche Lösung zu finden. Am Ende des Tages geht es um den Sieg. Dafür dürfen wir nicht so viele Chancen liegenlassen wie gegen Mailand und Nürnberg. Hier gilt es, den Hebel anzusetzen.

… das eigene Auftreten: Wir sehen eine Mannschaft auf dem Platz, die uns alle begeistert. Wir müssen versuchen, dem Gegner wehzutun, benötigen eine gute Verteidigungshöhe und möchten schnell umschalten. Der VfB hat gerne den Ball und steht kompakt, aber wir müssen auf uns schauen und dem Gegner mit unserer Spielweise wehtun. Wir spielen zuhause, haben Selbstvertrauen und wollen mit Leidenschaft und unseren Fans im Rücken den nächsten Sieg landen.


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