Bobic, Hütter und Dost erkennen die Ursachen der Niederlage, verfallen aber keinesfalls in Resignation. Auch vom Gegner kommen aufbauende Worte.

Sportvorstand Fredi Bobic: So kann es im Fußball laufen. Die Jungs haben ein gutes Spiel gezeigt, Arsenal war brutal effizient und hat eben diese Qualität. Aber das ist nicht schlimm – es geht weiter! Die Fans in der Kurve haben ein sehr gutes Gespür. Diese Szenen machen den Klub, das macht Eintracht Frankfurt aus.

Cheftrainer Adi Hütter: Die Niederlage ist bitter, denn das Ergebnis passt nicht zur Leistung. Wir haben uns viele Chancen herausgespielt, uns gelang aber kein Tor. Das hätte unserem Spiel gutgetan und auch die Fans noch mal zusätzlich gepusht. Wir gewinnen und verlieren zusammen. Die neuen Spieler brauchen noch Zeit, das ist normal. Die Chancen hatten wir aber, das ist erst mal ganz wichtig, denn dann werden auch die Tore kommen. Wir haben heute gegen den klaren Favoriten der Gruppe gespielt, dessen Qualität wir gesehen haben. Am Sonntag werden wir wieder alles versuchen, um Dortmund herauszufordern. Wir müssen die Lehren aus diesem Spiel ziehen und daraus lernen. An der Chancenverwertung und dem Selbstvertrauen müssen wir arbeiten, die Effizienz der vergangenen Spielzeit kam auch nicht von heute auf morgen. Nach der Vorsaison ist die Erwartungshaltung eine andere, das ist ganz normal.

Bas Dost: Wir hätten mehrere Tore schießen können. Es ist positiv, dass wir Chancen herausgespielt haben. Am Ende ist die Niederlage zu hoch ausgefallen. Bis zum 0:2 haben wir es richtig gut gemacht, aber verpasst, ein Tor zu erzielen. Schön, dass ich von Anfang an ran durfte, das ist lange her und hilft mir. Die Spritzigkeit fehlt mir noch, das nervt zwar ein bisschen, doch sie kommt bald zurück. Für mich persönlich sehe ich noch Luft nach oben, ich kann es besser. Für André Silva ist das alles noch neu, er hat seine Sache trotzdem sehr gut gemacht. Wir müssen das Spiel abhaken, die Fans stehen immer hinter uns.

Unai Emery (Trainer Arsenal FC): Wir wussten, dass es schwierig wird. Die Eintracht ist offensivstark und verfügt über gute Spielverlagerungen. Wir haben defensiv gut gearbeitet und gut gepresst. Die jungen Spieler haben eine Chance erhalten, es richtig gut gemacht und Selbstvertrauen getankt. Jeder kann glücklich sein. Es ist wichtig, dass wir gut gestartet sind.

Skhodran Mustafi: Das war vielleicht das schwerste Spiel der Vorrunde. Die Eintracht war in der Vorsaison im Halbfinale, das sagt alles. Am Ende haben wir heute die Tore gemacht und verdient gewonnen. Ich habe zum ersten Mal in Frankfurt gespielt, obwohl ich geborener Hesse bin. Es war schön, Teile meiner Familie waren heute im Stadion. Die Eintracht ist ein Team, das immer und gegen jeden Gegner Fußball spielen will. Die Stimmung war schon intensiv, das habe ich meinen Mannschaftskollegen auch vorhergesagt.

Bukayo Saka: Es war nicht einfach heute, wir mussten an unsere Stärken glauben und viel arbeiten für diesen Erfolg. Wir hatten viele sehr junge Spieler auf dem Platz, die sich gut geschlagen haben. Trotzdem war es eine große Herausforderung, hier zu bestehen.

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