David Abraham kann es kaum erwarten, dass es am Mittwochabend losgeht. Der Kapitän spricht über die Halbfinal-Partie im DFB-Pokal auf Schalke, über die Situation im Team und seinen Freund Marco Fabian.

Der Kapitän der Eintracht, David Abraham, will unbedingt wieder nach Berlin. Am Mittwoch steht auf dem Weg dahin aber noch Schalke 04 im Weg.
Der Kapitän der Eintracht, David Abraham, will unbedingt wieder nach Berlin. Am Mittwoch steht auf dem Weg dahin aber noch Schalke 04 im Weg.

David, wie wichtig ist das DFB-Pokalhalbfinale am Mittwoch?
Da muss man nicht lange drum herumreden: Es geht um den Einzug in ein Finale, also um etwas ganz Großes. Wir können das zum zweiten Mal in Folge schaffen. Die Mannschaft weiß das, deswegen haben wir derzeit 100 Prozent positive Energie und 100 Prozent Konzentration auf das Match. Alles andere blenden wir komplett aus.

Wenn du an das Finale vergangenes Jahr zurückdenkst. Welche Gefühle kommen da auf?
Es war ein sensationelles Erlebnis. Etwas, wovon du noch lange erzählen kannst.  Auch wenn wir verloren haben, war der Weg dahin schon ein geniales Gefühl. Wir wissen, dass es auf Schalke richtig hart wird, aber unser Wille ist ungebrochen. Es werden sehr viele Fans mit dabei sein und uns 90 Minuten oder auch 120 Minuten lang pushen. Und wir werden alles reinhauen, was wir haben.

Im Dezember spielte Schalke in der Commerzbank-Arena, hier gab es ein 2:2. Momentan ist Königsblau sehr gut drauf. Kann man das Spiel von damals vergleichen?
Ich denke, man kann allgemein ein Pokalspiel nicht mit einem Meisterschaftsspiel vergleichen. Schalke ist ein Topteam, sie bringen konstante Leistungen auf den Platz. Aber, und das weiß  auch jeder, der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Wir wissen um die Stärke der Schalker: Sie haben viele groß gewachsene Spieler, sind sehr zweikampfstark und stehen hinten gut. Wir hingegen müssen in der Abwehr wieder zu den Basics zurück. Momentan kassieren wir besonders auswärts zu viele Gegentreffer.

Verspürt die Mannschaft denn Druck nach der Niederlage in Leverkusen?
Nein, wir haben keinen Druck. So ein Halbfinale ist ein sehr schönes Gefühl, man spürt förmlich wie das Adrenalin schon langsam in den Körper schießt. Das ist kein Druck, es ist eher ein angenehmes Gefühl. Ich bin nicht der Einzige, der das so empfindet. Wir alle sind voller Vorfreude, und ich glaube die Fans auch.

Marco Fabian ist ein Freund von dir. Wie siehst du seine Leistungen zuletzt?
Das Selbstvertrauen ist bei Marco zurück. Er ist ein Spieler, der das braucht. Wir haben auch während seiner Reha-Zeit viel gesprochen und ich habe ihm immer Mut zugesprochen. Die Tore, die er für Mexiko und jetzt in Leverkusen geschossen hat, helfen ihm weiter. Wir alle wissen, was wir an ihm haben. Er ist ein Spielertyp, der eine etwas andere Note in unser Spiel bringt. Einer, der aus einer ungefährlichen Situation auch etwas kreieren kann. Gerade jetzt im Saisonendspurt kann er ein ganz wichtiger Spieler werden. Und ich hoffe, dass er das auch am Mittwoch wieder unter Beweis stellt.

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