Vor der Partie bei Hertha BSC spricht Cheftrainer Niko Kovac über Berlin, die Hertha, Pal Dardai, negative Statistiken und sein Personal.

Cheftrainer Niko Kovac in der Pressekonferenz über …

… seine Heimatstadt Berlin: „Wenn man zurück in seine Heimatstadt kommt, ist das immer etwas Schönes und Besonderes. Ich habe immer noch viele Verwandte und Bekannte in Berlin, von denen sicher einige im Stadion sein werden. Ansonsten geht’s aber vor allem um drei wichtige Punkte."

… das Verhältnis zu Hertha Trainer Pal Dardai: „Sowohl in der fußballerischen Laufbahn als auch bei der Trainerkarriere kann Parallelen zwischen uns erkennen. Wir haben ähnliche Werdegänge, waren zum Beispiel beide Nationaltrainer unseres Heimatlandes. Und wir waren auf dem Platz sehr ehrgeizig. Wir hatten einen gesunden Konkurrenzkampf auf sehr gutem Niveau, es gab nie negative Schwingungen. Pal hat es in den vergangenen Jahren in Berlin gut gemacht. Man sieht dort eine sehr gute Entwicklung, in Zusammenarbeit mit Michael Preetz. Insgesamt ist es immer ein schönes Wiedersehen mit allen Hertha-Verantwortlichen. Die Tür ist immer offen, wir schätzen uns.“

… die Personalsituation: „Wir haben 22 gesunde Feldspieler. Bei Makoto Hasebe läuft es immer besser, Marco Russ ist wieder gesund, Timmy und Omar trainieren zeitweise mit. Aktuell haben wir sehr wenige Verletzungen. Das spricht für unsere Trainingsplanung und -steuerung. Sechs Spieler müssen also Sonntag zuhause bleiben. Ich muss die Balance finden und die Trainingsleistung noch auf mich wirken lassen.“

… die Taktik: „Vielleicht verändern wir etwas, denn Hertha spielt ein anderes System als Leverkusen. Das muss aber auch nicht zwingend sein, wir haben gegen Bayer im zweiten Abschnitt schließlich ein gutes Spiel gemacht. Das lasse ich mir noch durch den Bauch gehen. Insgesamt müssen wir sicherlich auch auf Standards aufpassen. Das ist Herthas Stärke. Wir müssen deshalb versuchen, Fouls zu verhindern. Wenn wir das schaffen, haben wir einen Großteil ihrer Stärken außer Gefecht gesetzt. Sie haben aber auch aus dem Spiel heraus Qualitäten. Die Hertha arbeitet sehr gut gegen den Ball und hat mit Freiburg die tiefstehendste Mannschaft der Liga. Ich hoffe auf ein interessantes Spiel.“ 

… die negative Serie gegen die Hertha: „Wir haben in meiner Zeit schon einige negative Statistiken beenden können. Der Abstand nach unten ist nicht so groß, wie wir uns das wünschen würden, weshalb ein Sieg sehr wichtig wäre. Das Spiel in Berlin hat auch deshalb große Bedeutung, weil danach die Bayern und Schalke noch zu uns kommen. Positive Erlebnisse und Punkte sind immer wichtig. Zumal wir Hertha auf Distanz halten können."


MW

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