Eintracht Frankfurt hat am sechsten Bundesliga-Spieltag einen ungefährdeten 4:1 (2:0)-Erfolg gegen Hannover 96 gelandet und damit einen wichtigen Sieg gefeiert.

Vor 46.300 Zuschauer trafen Evan Ndicka mit seinem ersten Bundesliga-Treffer (36.) und Startelf-Rückkehrer Ante Rebic (45.+1) zur beruhigenden 2:0-Pausenführung. Jonathan de Guzman erhöhte in der 60. Minute auf 3:0, ehe kurz vor Schluss Florent Muslija verkürzte (86.). Luka Jovic stellte den alten Abstand aber schnell wieder her (89.). Damit feierten die Adlerträger eine gelungene Generalprobe vor dem zweiten Gruppenspiel in der UEFA Europa League am Donnerstag gegen S.S. Lazio. In der Liga ging es damit einige Tabellenplätze nach oben.

Personal: Hütter mit drei Startelf-Debütanten

Drei Adlerträger gaben ihr Saisondebüt von Beginn an. Ante Rebic bildete mit Haller die Doppelspitze, die von Mittelfeldregisseur Allan Souza gefüttert werden sollten. Marco Russ kam erstmals in dieser Bundesliga-Spielzeit zum Einsatz, es war sein 300. in der höchsten deutschen Spielklasse und er durfte dabei als Kapitän ran. Lucas Torró musste in Mönchengladbach passen und stand wieder zur Verfügung, Jonathan de Guzman rückte ebenso in die Startelf. 

Knoten platzt durch Ndicka

Chancen waren in der ersten halben Stunde absolute Mangelware. Mit zunehmender Spieldauer rissen die Adlerträger aber immer mehr die Partie an sich, setzten die Hannoveraner schon früh in deren Hälfte unter Druck und versuchten damit, Fehler bei den Gästen zu provozieren. Resultat waren einige erkämpfte Bälle, die aber noch nicht zu den ganz großen Möglichkeiten führten. Torrós Kopfball landete auf dem Netz, wurde allerdings von Albarnoz abgefälscht; de Guzmans Schuss aus 20 Metern fehlte die Power (29.). Auf der Gegenseite stand die Eintracht sicher und ließ die Breitenreiter-Elf nicht in den gefährlichen Raum kommen. Der Knoten platzte in der 36. Minute, als nach einer eigentlich abgewehrten Ecke das Leder nochmal in den Strafraum segelte, dort Haller per Kopf seinen Landsmann Evan Ndicka bediente und dieser aus neun Metern per Direktabnahme zur Führung einschob. Und die Eintracht legte nach. Haller und Rebic setzten sich über die rechte Seite nach einem schnellen Da Costa-Einwurf durch, und der Kroate blieb vor Esser ganz cool  - 2:0; die Nachspielzeit hatte gerade begonnen.

De Guzman bringt die Vorentscheidung

Die Eintracht begann die zweite Halbzeit defensiv erneut sehr stabil. Bei Ballbesitz für Hannover verdichtete Hasebe den Abwehrverbund zu einer Fünferkette, die kompakt stand und die Angriffsbemühungen der Gäste stets beendete. Als es das erste Mal nach der Pause mit Tempo nach vorne ging, Haller wiederum ein wichtiges Kopfballduell gewann und Rebic sich mit Wucht durchsetzte, brauchte Jonathan de Guzman nach dem feinen Querpass des Kroaten nur noch einzuschieben (3:0/60.). Der Rest der Partie war teilweise zerfahren, teilweise gekonntes Frankfurter Verwalten der Führung. Daran änderten auch die Tore von Florent Muslija (86.) für Hannover und Luka Jovic für die Eintracht nach feinem Pass hinter die Kette von de Guzman (89.) in der Schlussphase nichts.

Fazit: Defensiv stabil, offensiv zweikampfstark

Ein sicherer und verdienter Heimsieg für die Mannschaft von Adi Hütter, die mal wieder sehr gut arbeitete und sich im Unterschied zu der einen oder anderen Begegnung der jüngeren Vergangenheit dafür belohnte. In jeder Phase der Partie waren die Adlerträger Herr im Ring. Das 3:0 nach 60 Minuten war bereits die Entscheidung. Defensiv agierte die Eintracht sehr stabil und resolut, nach vorne brachten die gewonnenen Zweikämpfe von Haller und Rebic den nötigen Freiraum. Die Fans feierten ihr Team nach dem Schlusspfiff dementsprechend gebührend.

So spielte die SGE:

Trapp - Russ, Hasebe, Ndicka – Da Costa, Kostic (77. Willems) – de Guzman, Torró – Souza – Haller (60. Jovic), Rebic (82. Gacinovic).

Tore:

1:0 Ndicka (36.)
2:0 Rebic (45.+1)
3:0 de Guzman (60.)
3:1 Muslija (86.)
4:1 Jovic (89.)

06. Spieltag: Eintracht Frankfurt - Hannover 96

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