Im Januar nach Frankfurt gewechselt, seit Februar im Aufgebot und im März für Frankreichs U21 nominiert. Themen gibt es genug, um Almamy Toure mit Fragen löchern.

Almamy, du wurdest kurzfristig für die U21 Frankreichs nominiert, die am Donnerstag ausgerechnet auf Deutschland trifft. Welche Gedanken gehen dir dabei durch den Kopf?
Ich freue mich sehr über die Nominierung, mit der ich nicht unbedingt gerechnet habe. Die Einladung kam dann doch relativ früh, nachdem ich gerade erst vier Pflichtspiele für die Eintracht bestritten habe. Aber ich freue mich natürlich total und hoffe, dass es gut für mich laufen wird.

Löst diese Konstellation einen zusätzlichen Motivationsschub in dir aus?
Nun sprechen wir zunächst von einer Kadernominierung, weshalb wir noch gar nicht wissen, ob ich überhaupt spielen werde. Es ist schon ein komisches Gefühl, kurz nachdem ich nach Frankfurt gewechselt bin, gegen die deutsche Nationalmannschaft anzutreten. Sollte ich tatsächlich auf dem Platz stehen, wäre das ein seltsames, aber schönes Gefühl. Natürlich werden wir auf Sieg spielen.

Wie bewertest du die ersten Monate nach deinem Wechsel an den Main?
Mit meinen ersten Schritten und Einsätzen in der Bundesliga bin ich sehr zufrieden und freue mich über den reibungslosen Einstieg in einer Liga, die im Vergleich zur französischen Ligue 1 wesentlich temporeicher ist. Alle verteidigen zusammen und greifen gemeinsam an. Deshalb muss man immer konzentriert bleiben. Ich weiß, dass ich mich in mancher Hinsicht weiter verbessern kann und bin überzeugt, dass die Eintracht dafür der genau richtige Schritt ist.

Sportlich konntest du dich scheinbar nahtlos ins Gesamtgefüge integrieren. Wie verläuft die Anpassung neben dem Platz?
Ich bin vom ersten Tag an sehr gut aufgenommen worden, wobei nicht zuletzt meine Teamkollegen aus Frankreich eine wichtige Rolle gespielt haben. Grundsätzlich waren aber alle Spieler sehr freundlich und aufgeschlossen mir gegenüber. In unserem Kader wird Integration groß geschrieben. Die Anpassung schreitet gut voran und bereitet mir große Freude. Die sportlichen Erfolge beschleunigen das natürlich.

Hast du schon neue Freunde finden können?
Prinzipiell verstehe ich mich mit allen Kollegen gut, aber natürlich ist der Draht zu den französisch sprechenden Spielern naturgemäß kürzer. Ob Séb, Simon, Evan, Gelson oder auch Kevin, der mir mit seinen Sprachkenntnissen aus Paris fast wie ein Franzose begegnet (lacht).

Welche Ziele hast du dir persönlich gesteckt?
Ich möchte so viele Spiele wie möglich für die Eintracht absolvieren und meinen Beitrag zur sportlichen Entwicklung beitragen. Dann hoffe ich auf ein spannendes Saisonfinale. Wir haben noch ein straffes Programm vor der Brust. Je mehr ich dabei mitwirken kann, desto besser.

Zu diesem Programm zählt auch das Viertelfinale gegen SL Benfica. Was denkst du über dieses Los?
Mit Benfica haben wir in der Europa League einen starken Gegner erwischt. Jetzt wird es darauf ankommen, uns im Hinspiel gut zu präsentieren, ein achtbares Ergebnis zu erzielen und uns für das Rückspiel zuhause eine gute Ausgangsposition zu verschaffen, wo die Entscheidung hoffentlich zu unseren Gunsten ausfallen wird.

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