Viele Bundesligisten haben mit der Fortuna ihre liebe Mühe. Frankfurt hingegen empfängt heute gewissermaßen einen Lieblingsgegner, der gleichwohl Überraschungspotential besitzt.

Martin Hinteregger ist einer von drei aktuellen Frankfurtern, die gegen Düsseldorf bereits treffen konnten.
Martin Hinteregger ist einer von drei aktuellen Frankfurtern, die gegen Düsseldorf bereits treffen konnten.

Wetter
Gegen Abend breitet sich voraussichtlich ein Wolkenteppich über dem Stadtwald aus, plus-minus 20 Grad versprechen angenehme äußere Bedingungen für Fans wie Fußballer.

Verkaufte Tickets
Stand Freitag waren 49.000 Tickets verkauft.

Sperren
Alle Akteure sind spielberechtigt.

Verletzungen
Cheftrainer Adi Hütter kann fast aus dem Vollen schöpfen. Einzig Marco Russ fehlt wegen seines erfolgreich operierten Achillessehnenrisses noch länger. David Abrahams und Djibril Sows Spielfitness klärt sich kurzfristig.

Die Gäste hingegen müssen mehr oder weniger wahrscheinlich auf Georgios Siadas (Kreuzbandriss), Kevin Stöger (Kreuzbandriss), Michael Rensing (Schultereckgelenkssprengung), Nana Ampomah (Muskelfaserriss), Aymen Barkok (Schultereckgelenkssprengung), Raphael Wolf (Viruserkrankung) und Markus Suttner (Marken-Darm-Infekt) verzichten.

Wiedersehen
Das ausgeliehene Eigengewächs vom Riederwald Aymen Barkok, Kaan Ayhan, der in der Rückrunde 2015 vom FC Schalke 04 leihweise am Main weilte, und nicht zuletzt Trainerroutinier Friedhelm Funkel besitzen eine Vergangenheit in Frankfurt.

Schiedsrichter
Frank Willenborg scheint der Mann zu sein für Aufeinandertreffen der Eintracht und Vereinen aus Nordrhein-Westfalen. 2012 leitete der Realschullehrer das Heimspiel gegen den VfL Bochum (3:0), am letzten Spieltag 2018 die 0:1-Niederlage auf Schalke. Dem 40-jährigen Osnabrücker assistieren die Linienrichter Arne Aarnink und Tobias Christ. Vierter Offizieller ist Mike Pickel, Videoassistent Marco Fritz.

Serien
Erstmals seit drei Jahren könnte die Eintracht wieder mit zwei Heimsiegen in eine Bundesligasaison starten. Dafür muss es nicht nur vor dem gegnerischen, sondern auch eigenen Gehäuse passen. Denn Düsseldorf erzielte in jedem der vergangenen elf Bundesligaspiele mindestens einen Treffer. Umgekehrt konnte die Fortuna in keinem der vergangenen 13 Pflichtspiele ohne Gegentor bleiben.

Historische Duell-Bilanz
Die Eintracht und Fortuna standen sich in der Bundesliga bislang 46 Mal gegenüber. 24 Mal mit dem besseren Ende für Frankfurt, zehn Mal gewann Düsseldorf, zwölf Vergleiche endeten Remis.

Erstes Aufeinandertreffen in der Geschichte
Die Bundesligapremiere stieg am 3. September 1966. Am dritten Spieltag schoss die gastierende Eintracht in den ersten 20 Minuten ein 3:0 heraus und führte zur Pause 4:2, gleichzeitig der Endstand. Dabei kannten sich beide Seiten bereits vom DFB-Pokal-Achtelfinale am 29. September 1940, als Frankfurt zu Hause knapp 2:3 unterlag.

Toptorjäger gegen den gegnerischen Verein
Aus den aktuellen Kadern trafen Martin Hinteregger, Nicolai Müller und Goncalo Paciencia je ein Mal gegen den heutigen Gegner. Genauso oft waren Adam Bodzek, Oliver Fink und Erik Thommy gegen Frankfurt erfolgreich, nur Fink im Fortuna-Dress.

Spektakulärster Vergleich
Mehrfach netzten im vergangenen Jahr Luka Jovic und Sébastien Haller zum 7:1-Knaller – der Serbe bekanntlich fünf, der Franzose zwei Mal.

Kuriose Fakten
Gegen keinen anderen aktuellen Bundesligisten holte Eintracht Frankfurt im Schnitt so viele Punkte (1,8 pro Partie) wie gegen Fortuna Düsseldorf. Dazu passt, dass die Gäste einzig gegen Bayern München (28) mehr Bundesligaspiele verloren als gegen die Hessen (24). Dasselbe gilt auch in puncto Gegentore (113 und 108). Zudem verlor die Eintracht zuhause nur eines von 25 Pflichtspielen gegen die Flingerner: 1:2 im Januar 1980. In jenem Zeitraum weist der Gastgeber einen Trefferschnitt von drei Toren pro Spiel auf.

Inwieweit die Landeshauptstädter Gastgeschenke mitbringen, bleibt abzuwarten. Jedenfalls schrieb sich Lewis Baker vor einer Woche unfreiwillig in die Geschichtsbücher, indem er gegen Bayer Leverkusen als erster Engländer der Bundesligahistorie ein Eigentor fabrizierte. Er war dahingehend generell der erste Fortune seit Martin Latka im April 2013.

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