Bei der Schlappekicker-Preisverleihung am Montagabend haben Karl-Heinz Körbel und Danny Da Costa gemeinsam mit der Frankfurter Rundschau 5000 Euro und einen Pokal überreicht.

Beim Schlappekicker-Preis der Frankfurter Rundschau werden seit über 20 Jahren Sportvereine ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise gesellschaftspolitisch engagieren. Der Verein besteht bereits seit 1951 und ruft zu Spenden für in Not geratene Sportlerinnen und Sportler auf. In diesem Jahr wurde das Judozentrum Kim-Chi Wiesbaden ausgezeichnet, das vorbildliche Arbeit im Bereich Integration betreibt. Der Verein kooperiert mit Grundschulen und Kindertagesstätten in der Landeshauptstadt und erreicht dadurch proaktiv 1500 bis 2000 Kinder. Dabei stehen auch beispielsweise Gewaltprävention und Schulwegsicherung im Blickpunkt. Siegbert Geuder, Zweiter Vorsitzender des Vereins, sagte in seiner Dankesrede: „Wir wollen dorthin gehen, wo die Kinder zuhause sind. Unser ambitioniertes Ziel ist es, in jedem Stadtteil eine Judofiliale einzurichten“.

Eintracht Frankfurt hat die Aktionen der Schlappekicker schon immer gefördert – kein Wunder, wurden die Fußballer der SGE doch schon vor dem Zweiten Weltkrieg durch die Unterstützung eines Hausschuhherstellers selbst als Schlappekicker („Schlappe“: Frankfurter Mundart für Hausschuhe) bezeichnet. Einst waren prominente Fußballer wie Alfred Pfaff, Richard Kreß, Bernd Hölzenbein und Jürgen Grabowski bei der jährlichen Weihnachtsfeier dabei, heute ist Rekord-Bundesligaspieler Karl-Heinz Körbel Schirmherr des Preises. Im Kaisersaal des Römers befanden sich bei der Preisverleihung am Montagabend unter den Gästen nicht nur Körbel sowie aus der 1959er-Meistermannschaft Dieter Stinka, sondern auch Aufsichtsratsmitglied Philip Holzer, Vorstandsmitglied Oliver Frankenbach, Dieter Burkert (geschäftsführendes Präsidiumsmitglied), Rainer Falkenhain (Berater des Vorstands) und Danny Da Costa. Der Profi wurde bei der Begrüßung mit dem größten Applaus bedacht. Er übergab später gemeinsam mit Karl-Heinz Körbel sowie dem Schlappekicker-Vorsitzenden Arnd Festerling Pokal und Preisgeld an die Delegation von Kim-Chi Wiesbaden.

Im vergangenen Jahr unterstützte Eintracht Frankfurt die Schlappekicker-Aktion unter anderem durch das Benefizspiel der Traditionsmannschaft gegen eine Auswahl der Frankfurter Rundschau und des Privatsenders Hit Radio FFH. Tradi-Chef Körbel sagte am Rande der Veranstaltung: „Die Einnahmen kamen zu 100 Prozent den Schlappekickern zugute. Wir werden auch im kommenden Jahr bei einem Benefizspiel in Sachsenhausen dabei sein“.

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