DFB-Pokalsieger, Einzug in die Europa League, Platz acht in der Bundesliga: Eintracht Frankfurt hat aber in der vergangenen Saison nicht nur sportlich aufgetrumpft. Das zeigt ein Blick auf die Finanzdaten.

Oliver Frankenbach
Berichtet über die wirtschaftliche Situation von Eintracht Frankfurt: Vorstandsmitglied Oliver Frankenbach (r.). Links Jan Strasheim, Bereichsleiter Medien und Kommunikation.


Eintracht Frankfurt steht wirtschaftlich so gut da wie noch nie, und die Entwicklung geht weiter nach oben. Das zeigen Zahlen auf, die Vorstandsmitglied Oliver Frankenbach am Donnerstag der Öffentlichkeit präsentierte. So konnte in den vergangenen fünf Jahren viermal ein Jahresüberschuss erzielt werden. Die Umsätze konnten seit 2014/15 (88 Millionen Euro) stetig gesteigert werden, in der vergangenen Spielzeit lagen sie ungefähr bei 140 Millionen Euro. In der kommenden Saison wird wohl die Marke von 150 Millionen Euro geknackt.

Budget im Lizenzspielerbereich steigt stetig

Von dieser positiven Entwicklung profitiert das Budget für den Lizenzspielerbereich. Die Personalkosten sind in der jüngeren Vergangenheit stetig gestiegen, in den vergangenen fünf Jahren um rund 65 Prozent (31 auf 51 Millionen Euro). Die Investitionen in die Spielerwerte waren in der vergangenen Saison 2017/18 so hoch wie noch nie (30 Millionen Euro). Die Teilnahme an der UEFA Europa League-Gruppenphase soll nach Angaben von Frankenbach rund 15 Millionen Euro in die eigenen Kassen spülen, ebenso hoch waren die Einnahmen in der überaus erfolgreichen DFB-Pokalsaison 2017/18.

Auf der Eigenkapitalseite ist die Stabilität gesichert, die Veränderung der Aktionärsstruktur sowie die Aufnahme eines neuen Gesellschafters haben dazu beigetragen. Im April dieses Jahres hatte die Eintracht Frankfurt Fußball AG ihre Kapitalbasis durch die Aufnahme in Höhe von 15 Millionen Euro aufgebessert. Im Zuge der Transaktion wurde der Aktionärskreis der Eintracht Frankfurt Fußball AG erweitert. Als neuer Aktionär hat die Freunde des Adlers GmbH 18,55 Prozent der Aktien vom bisherigen Gesellschafter Freunde der Eintracht Frankfurt AG erworben, die nunmehr zehn Prozent der Anteile hält. Die Anteilshöhe der beiden anderen Aktionäre Eintracht Frankfurt e.V. (67,88 Prozent) und Wolfgang Steubing AG (3,57 Prozent) blieben unverändert.

Investitionen in die Stadiontechnik geplant

Die wirtschaftliche Stabilität erlaubt es der AG, auch in die infrastrukturelle Entwicklung zu investieren. Der Bau der neuen Geschäftsstelle (Frankenbach: „Ein Leuchtturmprojekt“) ist bereits angestoßen und hat ein Investitionsvolumen von 30 bis 35 Millionen Euro. Darüber hinaus plant die Eintracht ihre Arena zukunftsfähig aufstellen und will Investitionen im zweistelligen Millionenbereich in die Digitaltechnik des Stadions aufwenden.

Teilen
Funktionen