Volle Eintracht-Kapelle bei der Verleihung des Schlappekicker-Preises im Römer: Der FC Gudesding konnte sich nicht nur über die Auszeichnung freuen, sondern auch über eine Einladung der Eintracht.

Schlappekicker-Vorsitzender Arnd Festerling und Schirmherr Charly Körbel überreichen Rainer Weiss, Jakob Berthoud und Luis Engelhardt (von links) den Schlappekicker-Preis. Rechts der Gastgeber im Kaisersaal, Oberbürgermeister Peter Feldmann.
Schlappekicker-Vorsitzender Arnd Festerling und Schirmherr Charly Körbel überreichen Rainer Weiss, Jakob Berthoud und Luis Engelhardt (von links) den Schlappekicker-Preis. Rechts der Gastgeber im Kaisersaal, Oberbürgermeister Peter Feldmann.

Beim Schlappekicker-Preis der Frankfurter Rundschau werden seit 20 Jahren Sportvereine ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise gesellschaftspolitisch engagieren. Der Verein wurde 1951 von Erich Wick, dem damaligen Redaktionsleiter Sport der Frankfurter Rundschau, zugunsten von in der Nachkriegszeit in Not geratenen Sportlern gegründet. Seitdem kamen bei den alljährlichen Advents- und Weihnachts-Sammelaktionen viele kleine und große Spenden zusammen. Der Start der Weihnachtssammlung kann sich auch in diesem Jahr sehen lassen: Bis Anfang Dezember kam schon eine Spendensumme von rund 13.000 Euro zusammen.

Lohn für den Preisträger FC Gudesding aus Sicht der Eintracht war eine Einladung zu einem Spiel, die der ausgezeichnete Verein natürlich dankend annahm. Fredi Bobic zeigte sich begeistert von der Arbeit: "Das ist eine tolle Sache. Und beim Preisträger spielen ja mehr Nationen als bei uns", stellte der Vorstand Sport fest. Spieler mit 22 verschiedenen Nationalitäten kicken bei dem Frankfurter A-Ligisten. Die meisten von ihnen, das machte der Vorsitzende Rainer Weiss deutlich, sind "natürlich Eintracht-Fans".

Anfang 2012 wurde der FC Gudesding gegründet, seitdem ist der Kreisligist auch neben dem Platz vielfältig engagiert. Er setzt sich für geflüchtete Menschen ein, unterstützt eine Kampagne zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und trägt demnächst den zweiten Spieltag gegen Antisemitismus aus.

Eintracht Frankfurt hat die Aktionen der Schlappekicker schon immer gefördert. Kein Wunder, wurden die Fußballer der SGE doch schon schon seit den 1920er Jahren wegen der Unterstützung eines Hausschuhherstellers selbst als Schlappekicker ("Schlappe": Frankfurter Mundart für Hausschuhe) bezeichnet. Einst waren prominente Fußballer wie Pfaff, Kress, Hölzenbein und Grabowski bei der jährlichen Weihnachtsfeier dabei, heute ist Rekord-Bundesligaspieler Charly Körbel Schirmherr des Preises. Im Kaisersaal des Römers befanden sich bei der Preisverleihung am Montagabend unter den 120 Gästen nicht nur Körbel sowie aus der 59er-Meistermannschaft Dieter Stinka und Friedel Lutz, sondern auch der komplette AG-Vorstand mit Fredi Bobic, Oliver Frankenbach und Axel Hellmann, Vereinspräsident Peter Fischer und Philip Holzer aus dem Aufsichtsrat. Fischer, Hellmann und Holzer, der Sohn des ehemaligen FR-Chefredakteurs Werner Holzer, sind seit diesem Jahr Mitglieder des Vereins.

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