Mit Kampf, Wille und dem nötigen Glück schaltet die SGE im Halbfinale des DFB Pokals Borussia Mönchengladbach aus und darf zum ersten mal seit 2006 zum Finale nach Berlin reisen. Damit endet die Saison eine Woche später als gedacht, nämlich am 27.05. auf der großen Bühne im Olympiastadion. Wir haben einige Stimmen nach dem Halbfinale für euch eingefangen.

Die Eintracht-Spieler wollen auch in Berlin mit den Fans jubeln.
Die Eintracht-Spieler wollen auch in Berlin mit den Fans jubeln.

Lukas "die Spinne" Hradecky: "Das Finale war unser Ziel und das haben wir erreicht. Die Schützen waren lange eiskalt, aber am Ende konnte ich zwei Schüsse halten. Es war heute ein richtiger Fight, die erste Halbzeit lang waren wir deutlich besser, danach war die Borussia oben auf. Wir sind eine starke Mannschaft in diesem Jahr und haben bewiesen, dass wir nach dem Fast-Abstieg im letzten Jahr auch noch ein anderes Gesicht zeigen können. In Dänemark war ich schon einmal im Pokalfinale und hier in Deutschland wird es noch größer sein. Heute waren schon viele Fans dabei, aber in Berlin werden es noch mal deutlich mehr sein. Wir freuen uns riesig auf diesen Tag."

Eintracht-Urgestein und Elfmeterschütze Marco Russ: "Bei Varela waren wir uns eigentlich sicher, dass er ihn rein macht, aber Elfmeterschießen ist immer ein Glücksspiel. Zum Glück hat Lukas dann direkt noch einen zweiten gehalten und Branne seinen reingehauen. Irgendjemanden muss es in so einem Spiel am Ende treffen und zum Glück war Lukas am Ende der, der einen mehr rausgeholt hat. Ich bin in einem Alter, in dem man nicht mehr so viele Chancen bekommt ein Finale zu spielen und die Eintracht ist kein Club, für den das Alltag ist. Das wird etwas ganz Besonderes für die Mannschaft, die Fans und die Stadt."

Sportvorstand Fredi Bobic: "Es ist eine tolle Geschichte für die Eintracht hier und heute das Finale zu erreichen. So etwas außergewöhnliches hat man nicht jedes Jahr. Ich bin unglaublich stolz auf die Mannschaft, die immer wieder zurückkam in diesem Spiel. In Gedanken sind wir auch bei Marius Wolf, die Jungs haben auch für ihn gewonnen. Man muss jetzt erst mal realisieren, was wir hier eigentlich geschafft haben. Es freut mich besonders für Branne Hrgota, dass ausgerechnet er hier trifft, ist schon eine Geschichte für sich."

SGE-Trainer Niko Kovac: "In der Liga ist unsere Elfer-Bilanz katastrophal, wir haben uns die Treffer alle für den Pokal aufgehoben (lacht). Das Spiel war heute eine Willensleistung meiner Mannschaft, wir hatten ja auch einige Verletzungssorgen und meine Jungs haben sich letztlich ins Elfmeterschießen gerettet. Für mich als Berliner ist dieses Pokalfinale natürlich ein Traum, das hätte uns keiner zugetraut, daher freuen mein Bruder und ich uns darauf noch mal nach Hause zu kommen. Wir haben alle Träume und wer träumt, kann auch etwas erreichen. Wer der Gegner im Finale wird, ist uns egal - wir nehmen es wie es kommt."

Andre Hahn (Borussia Mönchengladbach): "Die Enttäuschung ist riesig, es lag aber nicht nur am Elfmeterschießen. Wir haben die komplette erste Hälfte verschlafen, das war wohl ausschlaggebend. Ein Elfmeterschießen kann man immer verlieren, in der zweiten Hälfte haben wir ein gutes Spiel gezeigt, auch in der Verlängerung haben wir nichts zugelassen."


DFB-Pokal Halbfinale: Borussia Mönchengladbach - Eintracht Frankfurt

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