Seit knapp einem Jahr ist Eintracht Frankfurt im eSports aktiv und hat dabei bereits erste entscheidende Etappenziele erreicht. Der nächste Schritt soll mit League of Legends erfolgen.

Nach der erfolgreichen Teilnahme an der Virtual Bundesliga 2018/19 wurde im Juni 2019 das eSports-Trainingszentrum am Riederwald in Frankfurt eröffnet. Das Trainingszentrum bildet dabei das Kernstück der eSports-Strategie von Eintracht Frankfurt. Gemäß dem Vereinsmotto „von der Breite in die Spitze“ sollen durch gezielte Nachwuchsförderung neue Zeichen im eSports gesetzt werden. Der Fokus liegt hierbei auf langfristigem Erfolg und nachhaltiger Entwicklung von eSports-Talenten.

League of Legends ist neben der Fußballsimulation FIFA seit der Eröffnung ein fester Bestandteil des Trainingszentrums. Während in FIFA bereits erste nationale Erfolge wie beispielsweise die Teilnahme Maik Kubitzkis am Grand Final der Virtual Bundesliga im Mai 2019 verzeichnet werden konnten, haben sich die Aktivitäten des League-of-Legends-Bereiches zu Beginn auf den Breitensport konzentriert. In der Amateurliga des eSport-Bund Deutschlands, der sogenannten „Vereinsliga“, konnten erste LoL-Liga-Erfahrungen gesammelt werden. Im neuen Jahr sollen diese Aktivitäten weiter vorangetrieben werden. Bereits seit Dezember 2019 findet ein intensiver Auswahlprozess statt, welcher Ende Januar in den LoL Scouting Days mündet.

Teilnahme an der „Prime League“

Dafür werden aus einer Vielzahl an Bewerbern zehn ausgewählte Talente in das eSports-Trainingszentrum am Riederwald eingeladen. Analog zu den bereits abgeschlossenen FIFA Scouting Days soll auch in League of Legends eine Mannschaft aus regionalen Talenten gebildet werden. Die Talente müssen sich in verschiedenen Trainingseinheiten beweisen, in denen neben spielspezifischen Einheiten auch mentale Tests im Fokus des Auswahlprozesses stehen. Das feste Ziel ist die Teilnahme an der „Prime League“, die im Februar 2020 startet und den deutschsprachigen League-of-Legends-eSports zentralisieren soll. Wie im Fußball wird die Liga in einem Relegationssystem ausgespielt und ist in unterschiedliche Divisionen unterteilt. Die „Pro Division“ ist damit analog zur Bundesliga.

Als zweiter Bundesligaverein engagiert sich Eintracht Frankfurt damit in einer der populärsten eSports-Disziplinen weltweit. Während der FC Schalke 04 bereits seit 2016 in der Königsklasse, der „League of Legends European Championship“, und damit insbesondere auch im internationalen Raum aktiv ist, möchte sich Eintracht Frankfurt vorerst im nationalen Raum etablieren und getreu dem Vereinsmotto nachhaltig von der Breite in die Spitze wachsen.

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