Eintracht Frankfurt trauert um Fahrudin Jusufi, der am 9. August 2019 im Alter von 79 Jahren in Belgrad verstorben ist

Fahrudin Jusufi absolvierte 111 Bundesligaspiele für Eintracht Frankfurt.
Fahrudin Jusufi absolvierte 111 Bundesligaspiele für Eintracht Frankfurt.

Fahrudin Jusufi kam 1966 von Partizan Belgrad an den Riederwald. Der jugoslawische Nationalspieler, der 1960 Vizeeuropameister wurde und bei den Olympischen Spielen in Rom die Goldmedaille gewann, absolvierte gleich in seiner ersten Saison bei der Eintracht 33 Spiele. Der Verteidiger blieb bis 1970 bei der Eintracht und absolvierte hier 111 Bundesligaspiele, in denen er zwei Tore erzielte. Im DFB-Pokal wurde Jusufi fünf Mal eingesetzt, im Europapokal neun Mal.1970 wechselte Fahrudin zu Germania Wiesbaden, wo er als Spielertrainer arbeitete. Seinen Trainerschein hatte er übrigens gemeinsam mit dem Eintrachtler Wolfgang Solz gemacht. 1972 ging Jusufi nach Österreich zum FC Dornbirn, wo er zunächst als Spieler, später dann als Trainer arbeitete. Weitere Trainerstationen waren der FC Schalke 04, die SG Wattenscheid 09, der TSV 1860 München und Partizan Belgrad. Mit Belgrad wurde Fahrudin Jusufi 1988 Jugoslawischer Meister.

In Frankfurt war Fahrudin Jusufi ein Publikumsliebling, er eröffnete eine eigene Gaststätte „Zum Jusufi“. Die Eintracht-Zeitung schwärmte: „Fahri ist ein Pfundskumpel, und ihn umgibt stets etwas Spitzbübisches. Manchmal hat man das Gefühl, er würde einem Gegner, dem er den Ball vom Spann gespitzelt hat, um dann mit drei Haken zu entwischen, am liebsten noch wie ein Lausbub eine lange Nase drehen.“ Die Fans widmeten ihm sogar einen Schlachtruf: „Wir brauchen keinen Beckenbauer, wir haben einen Ju-Ju-Jusufi“, stimmten die Anhänger in den 1960er Jahren an. Manchmal hört man den Schlachtruf noch heute. Die Eintracht-Familie wird Fahrudin Jusufi vermissen!

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