Heimspiel in Berlin! Für den Eintracht Fan-Club Adler Berlin wird das am Samstag Realität. Die Vorfreude auf das DFB-Pokalfinale in der Stammkneipe "Zur Glühlampe" ist riesengroß. Wir haben den EFC besucht.

Adleraufkleber, wo man nur hinschaut. Hessisches Gebabbel gemischt mit Berlinerisch und dazu noch große Gerippte mit sauergespritztem Apfelwein. Und was singen einige Besucher in der ersten Reihe? Eintracht-Lieder! In der "Glühlampe" in Friedrichshain brennt regelmäßig das Eintracht-Licht. Hier fühlen sich die über 70 Mitglieder des Eintracht Fan-Clubs Adler Berlin richtig wohl. Kein Wunder: teilweise herrschen hier Bedingungen, wie im Stehblock der Commerzbank-Arena. "Wir haben hier schon dicht gedrängt Spiele vor dem Fernseher geguckt. Und während der Spiele werden auch Eintracht-Lieder gesungen", erzählt Vorstandsmitglied Carsten Henneberg. Am Mittwochabend vor dem großen Saisonfinale kamen die SGE-Anhänger des EFC zusammen und stimmten sich schon mal auf das "Heimspiel" am Samstag ein.

Verliebt in den Fußball 2000

Seit 2001 gibt es den EFC Adler Berlin bereits. Größtenteils bestehend aus "ausgewanderten" Hessen, aber auch gebürtige Berliner - wie beispielweise Mario Götze - haben sich in den Traditionsklub verliebt. Hertha BSC? Union Berlin? Er hat sich damals für die Eintracht entschieden. "Anfang der 90er haben die einfach einen abgefahrenen Fußball gespielt - Stichwort Fußball 2000. Seit dem Zeitpunkt bin ich Fan, auch wenn das viele hier in Berlin nicht wirklich verstehen können", erzählt der treue SGE-Anhänger, der tatsächlich den Namen des Spielers von Borussia Dortmund trägt. Gemeinsam mit seinen Kollegen fährt Mario regelmäßig zu den Heim- und auch zu Auswärtsspielen der Eintracht. Am liebsten zu näheren Auswärtsspielen.

"Auswärtige Fans sind noch verrückter"

Neben Götze steht Carsten Henneberg mit seinem großen Gerippten in der Hand. Der aus Steinbach im Taunus stammende Hesse ist aus beruflichen Gründen in die Hauptstadt gezogen. Die Fanliebe zu seiner SGE hat darunter aber kein bisschen gelitten. Im Gegenteil: "Seit 2004 habe ich eine Dauerkarte. Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir als "auswärtige Fans" fast noch verrückter sind, als die ohnehin schon guten Supporter der Eintracht. Ich habe keine Sekunde dieses Jahr verpasst. Entweder im Stadion oder in der Glühlampe", erzählt er stolz. Durch die gemeinsame Zeit im EFC Adler Berlin sind viele Freundschaften entstanden. "Du verbringst auf den Autobahnen und in den Stadionblöcken Deutschlands so viel Zeit zusammen und erlebst sowohl schöne als auch traurige Momente. So etwas schweißt zusammen", so Henneberg.

Außenseiter? Na und!

Alle drücken fest die Daumen, dass am Samstagabend ein paar schöne Momente dazukommen. Obwohl die Eintracht am Samstag gegen den FC Bayern München als Außenseiter in die Partie geht, sehen die treuen SGE-Seelen die Chancen gar nicht schlecht. "Es ist jetzt mein drittes Finale. Alle guten Dinge sind halt nun mal drei", sagt Carsten Henneberg. Auch Mario Götze glaubt an den fünften Pokalcoup der Vereinsgeschichte. "Im vergangenen Jahr hatte ich kein gutes Gefühl. Jetzt ist es anders. Ich glaube, das wird was." Viele Mitglieder des EFC Adler Berlin Fanclubs sind am Samstag live im Stadion dabei, die Kartenlosen lassen in der "Glühlampe" das Eintracht-Licht brennen. Hoffentlich flackert es in der samstäglichen Nacht noch heller als sonst.

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