Stimmung, Platzverweis, Gruppenphase. Vorstand, Trainer und Spieler haben nach dem Spektakel viele Gesprächsthemen.

Cheftrainer Adi Hütter: Wir haben in der Pause gesagt, dass wir die Emotionen umwandeln und aggressiv bleiben müssen. Das haben wir gemacht. Es ist wichtig, dass Eintracht Frankfurt morgen bei der Auslosung dabei ist. Ich bin froh, dass wir das aus eigener Kraft geschafft haben. Es ist nicht selbstverständlich, jedes Jahr international zu spielen. Die Entwicklung des Vereins in den vergangenen drei Jahren ist unglaublich. Riesen Kompliment an alle Verantwortlichen. Ich habe mich noch nicht mit der Auslosung oder den Gegnern beschäftigt und habe kein Wunschlos. Die Einheit zwischen den Fans, dem Trainerteam und den Spielern hat uns das Weiterkommen beschert. Filip hat eine top Leistung abgeliefert und gezeigt, wie wertvoll er ist. Auch Ante hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Daichi gilt es ebenso hervorzuheben.

Vorstandsmitglied Axel Hellmann: Wir haben heute Spektakel und Drama gesehen. Für Rebic hätte ich nicht Rot gegeben, bei Strasbourg dann aber auch nicht. Das Spiel war extrem aufgeheizt, die Pause kam zur rechten Zeit. Die Qualifikation hat sportliche und ökonomisch Auswirkungen. Die Atmosphäre hier ist besonders, die Spieler bekommen bei solch einer Stimmung die zweite Luft. Das ist mit der Bundesliga nur schwer zu vergleichen. Für die Gruppenphase würde ich mir Manchester United wünschen, das wäre ein Traum wie in der vergangenen Saison Chelsea.

Sebastian Rode: Es war einer dieser Donnerstage, wie wir sie im vergangenen Jahr erlebt haben. Wir waren sofort super im Spiel. Auch nach dem Platzverweis und den dazugehörenden Emotionen hatten wir bald wieder alles im Griff. Rot war für mich überzogen. Wir wollten unbedingt in die Gruppenphase einziehen, das haben alle von der ersten Minute an gezeigt. Die Zuschauer haben uns gepusht, es war unglaublich laut. Es kam uns zugute, dass wir deswegen nicht überdreht haben. Wir haben heute ein großes Ziel erreicht und richtig Bock auf die Gruppenphase.

Dominik Kohr: Es war ein unbeschreiblicher Abend. Die Stimmung hat den Gegner eingeschüchtert. Wir haben unser Spiel durchgezogen und uns das Weiterkommen verdient. Auch zu zehnt haben wir es super gemacht. Die Stimmung war Wahnsinn, im positiven Sinne verrückt. Das hilft uns auf dem Feld ungemein. Morgen müssen wir regenerieren, dann konzentrieren wir uns auf Düsseldorf.

Almamy Toure: Wir sind sehr, sehr glücklich. Unsere Fans haben ihren Teil zum Weiterkommen beigetragen. Alle sind bereit für Europa. Die erste Halbzeit war hitzig, doch wir sind bis zum Ende konzentriert geblieben und haben die Null gehalten.

Filip Kostic: Wir haben es tatsächlich geschafft, auch wenn es sehr schwer wer. Den Freistoß habe ich schon zuvor ein paar Mal geübt. Ich wusste, wenn ich den Ball gut treffe, hat der Torwart keine Chance. Wir hätten es auch ohne den zweiten Platzverweis gepackt, da bin ich sicher. Ich ziehe immer viel Mut aus dem Training, dort tanke ich Selbstvertrauen. Ante hat alles gegeben, die Aktion war allenfalls gelbwürdig. Die Fans sind für uns immer eine sehr große Unterstützung, quasi wie ein zwölfter Mann!

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