Sportdirektor Bruno Hübner spricht über die Gründe und Folgen der Niederlage gegen den FC Bayern im Supercup.

Bruno, wie bewertest du die gestrige Niederlage im Supercup?
Selbstverständlich haben wir uns ein anderes Ergebnis und eine andere Leistung gewünscht. Wir haben uns den Supercup mit dem DFB-Pokalsieg erarbeitet und wollten das Spiel anders gestalten. Letztlich wurde aber deutlich, dass die Partie für uns noch zu früh kam. Wir befinden uns in einem Prozess, der noch nicht abgeschlossen ist. Und in dieser Phase sind wir auf eine Mannschaft des FC Bayern getroffen, die hoch motiviert und sehr gut eingespielt war. Dass das Ergebnis am Ende so hoch ausgefallen ist, ist schade.

Wie kam es aus deiner Sicht zu der hohen Niederlage?
In den ersten 20 Minuten haben wir einen guten Auftritt hingelegt. Anschließend haben wir uns zwei Tore aus dem Nichts gefangen, die uns aus der Bahn geworfen haben. Danach hat uns der Glaube gefehlt, den Rückstand gegen eine solch starke Mannschaft noch drehen zu können. Es ist klar, dass wir in Zukunft mehr Mut und Leidenschaft benötigen, dass wir anders auftreten müssen um erfolgreich zu sein. Das haben wir der Mannschaft auch klar vermittelt.

Besteht nun die Gefahr, dass das Ergebnis das Team aus der Bahn wirft?
Nein. Wir wissen die Partie und das Ergebnis einzuordnen. Natürlich haben wir uns einen anderen Auftritt vorgestellt, aber wir wissen auch, dass wir noch Zeit benötigen und uns weiter einspielen müssen. Wir sind überzeugt davon, dass wir die Niederlage korrigieren werden. Am Wochenende in Ulm kann es schon wieder ganz anders aussehen.

Was muss in den nächsten Spielen besser werden?
Wichtig ist, dass wir die guten 20 Minuten, die wir zu Beginn gegen die Bayern gezeigt haben, ausbauen. Unser Ziel muss es sein, eine solche Leistung über die gesamte Spieldauer abzurufen. Das funktioniert nur, wenn sich die Mannschaft weiter aufeinander einspielt.

Wie steht es um Eintrachts Aktivitäten auf dem Transfermarkt?
Den Transfermarkt haben wir bis zum Schluss im Blick. Auch in der vergangenen Saison haben wir spät zugeschlagen und dann noch Prince Boateng und Ante Rebic verpflichtet. Wenn für uns bis zum Ende des Monats etwas dabei ist, das Sinn ergibt und finanzierbar ist, könnten wir noch etwas machen. Aber das hängt natürlich auch davon ab, wer uns noch verlässt. Wir verfallen jedenfalls nicht in Panik, zumal mit Nicolai Müller demnächst auch noch ein wichtiger Spieler nach überstandener Verletzung zurückkehren wird.

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