Die Freude über den Punkt überwiegt den Ärger über den späten Ausgleich. Für die Partie an diesem Samstag rechnen sich Hütter, Hübner und das Team mehr aus.

Cheftrainer Adi Hütter: Ich nehme den Punkt bei einer heimstarken Mannschaft gerne mit. Nach der Belastung von Donnerstag ist ein Punkt ein gutes Ergebnis. Auch wenn es schade ist, wie der Ausgleich zustande gekommen ist. In der ersten Halbzeit habe ich uns besser gesehen. Natürlich wären das heute Big Points gewesen. Wenn man unser Pensum in diesem Jahr betrachtet, muss man auch mal mit einem Punkt zufrieden sein. Wir stehen auf Platz vier und im Rennen um die internationalen Plätze gut da. Deshalb sage ich aber auch, dass wir das nächste Spiel gegen Hertha BSC gewinnen müssen, um unsere Chancen zu wahren. Lucas Torró hat längere Zeit ordentlich trainiert. Ich wollte mit ihm auch einen zusätzlichen kopfballstarken Spieler auf dem Feld haben. Genauso freue ich mich über das Tor von Jonathan de Guzman.

Sportdirektor Bruno Hübner: Es war ein schweres Spiel, aber das Unentschieden ist gerecht. Natürlich ist es ärgerlich, dass wir die Begegnung nach der Führung nicht runterspielen konnten. Mit dem Punktgewinn können wir trotzdem leben. Wir wussten, dass wir uns in Wolfsburg immer schwer getan und am Donnerstag einen heißen Kampf abgeliefert haben. Dieser Spagat ist nicht einfach. Lucas Torró hat seine Sache sehr gut gemacht. Nach einer solch langen Pause ist es nie einfach, deshalb war seine Leistung top. Jetzt stehen uns in der Liga noch vier Spiele bevor, in denen wir alles in der eigenen Hand haben. Wir setzen am Samstag wieder auf unsere Fans – das ist unsere große Chance. Wir schauen nur auf uns!

Danny Da Costa: Insgesamt war es ein sehr intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen. In der ersten Halbzeit, als es noch etwas ruhiger war, war die Stimmung etwas merkwürdig. Wir haben uns in die Partie hineingekämpft und mit allem, was wir hatten, dagegengehalten. In einer Phase, in der der VfL etwas gedrückt hat, gelingt uns das Tor. Es ist bitter, dass wir das 1:0 nicht halten konnten. Aber gemessen am Spielverlauf geht die Punkteteilung in Ordnung. Die Tabellensituation war schon vor dem Spiel eng. Jeder Punkt, gerade in der Fremde, hilft uns. Wir haben weiter alles in der eigenen Hand, deswegen ist der Punkt sehr viel wert.

Jonathan de Guzman: Wir standen kurz vor dem Dreier, den wir in der letzten Minute leider verpasst haben. Es war zwar mehr drin, mit dem Punkt können wir aber definitiv leben, zumal auswärts.

Lucas Torró: Auf der einen Seite bin ich froh, dass ich nach sechs Monaten wieder voll mitmischen konnte. Es war heute ein wichtiges Spiel, weil es für uns um die Champions League-Teilnahme geht. Es war ein Spiel mit hoher Intensität und vielen zweiten Bällen. Es war wichtig, ruhig und möglichst flach zu spielen. Insgesamt bin ich mit meinen 90 Minuten zufrieden. Wir haben den Kampf angenommen und waren drauf und dran, einen Sieg einzufahren. Leider ist uns die maximale Ausbeute noch entglitten.

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