Jonathan de Guzman ist in seiner Karriere viel herumgekommen, auch in Italien. Und somit der ideale Gesprächspartner zum Thema Inter.

Jonny, was kannst du uns als ehemaliger Serie-A-Spieler über Inter verraten?
Grundsätzlich ist die Serie A eine harte Liga mit guten Mannschaften und starken Spielern. Dazu zählt für mich zweifellos auch Inter. Auch wenn sie am Wochenende gegen Cagliari verloren haben, muss man bedenken, dass es sich bei Inter immer noch um einen Champions-League-Klub handelt, das sagt schon alles.

Was erwartest du am Donnerstag für eine Partie?
Auf jeden Fall werden unsere Fans eine wichtige Rolle spielen. Ein Erlebnis wie unlängst gegen Hoffenheim steigert die Motivation natürlich nochmals. Zugleich ist diese Unterstützung für uns auch Verpflichtung, uns füreinander zu zerreißen.

Mir Mauro Icardi steht der Topstar vermutlich nicht im Kader. Versprecht ihr euch dadurch einen Vorteil?
Wir dürfen nicht den Fehler machen, uns nur mit Mauro Icardi zu beschäftigen. Inter verfügt mit oder ohne ihn über viele Spieler, die uns gefährlich werden, Torchancen kreieren und nutzen können. Deshalb dürfen wir ihnen so wenige Räume wie möglich gestatten.

Im Rückspiel später geht es ins altehrwürdige San Siro. Welche Gefühle verbindest du mit dem Stadion?
Das ist wirklich ein wunderbares Stadion und mit seiner großen Geschichte definitiv eine der spektakulärsten Spielstätten auf der Welt.

Gegen stärker eingeschätzte Gegner habt ihr mit Erfolg teilweise etwas defensiver agiert. Worauf darf sich Inter gefasst machen?
Das hängt immer auch von der Konstellation ab. Gegen Donetsk hatten wir im Rückspiel ein Ergebnis zu verteidigen, jetzt haben wird das erste Spiel zuhause. Doch losgelöst vom System versuchen wir immer, aggressiv und druckvoll zu agieren, das ist unsere Basis.

Wie schätzt du das Abwehrverhalten des Gegners ein?
Es ist bekannt, dass italienische Mannschaften meistens schwer zu knacken sind, dahingehend bildet Inter keine Ausnahme. Dennoch müssen wir uns in erster Linie unsere eigenen Stärken bewusst machen.

Die Konkurrenzsituation im zentralen Mittelfeld ist zuletzt größer geworden. Wie schätzt du deine persönliche Situation ein?
Es gehört zum Sport dazu, dass mal der eine mehr spielt, mal der andere. Ich habe in der Hinrunde den Großteil aller Spiele bestritten, aktuell haben die Kollegen mehr Spielanteile. Das ist normal und bedeutet für mich, im Training weiter Gas zu geben und mich für die Startelf zu empfehlen. Vielleicht ja schon für Donnerstag.

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