Der spanische Mittelfeldstratege Lucas Torró erzählt bei Eagles25 von seinem Lieblingsreiseziel und einer schwierigen Lebensphase.

Dein erstes Fußballtrikot?
…war von Valencia CF.

Welche Position hast du in der Jugend gespielt?
Auch im Mittelfeld, im Zentrum. Nur eben offensiver als heute.

Was war das Kurioseste, was dir jemals beim Fußball passiert ist?
Als ich 17 oder 18 war, habe ich mal ein Trikot mit der falschen Nummer getragen. Mein Trainer hat mich irgendwann darauf aufmerksam gemacht und gesagt, dass ich es wechseln soll, bevor ich eine Gelbe Karte bekomme. Also habe ich es gegen ein Trikot eines Mannschaftskollegen eingetauscht.

Dein schönster Sieg?
Mein erster Bundesligasieg mit der Eintracht beim SC Freiburg zum Start der vergangenen Saison.

Deine bitterste Niederlage?
Das 0:5 im Supercup gegen den FC Bayern München im August 2018.

Deine Erinnerungen an dein erstes Profispiel?
In meinem ersten Profispiel für CD Alcoyano noch als U19-Spieler in der zweiten Liga habe ich nur eine Minute gespielt. Aber im zweiten habe ich einen Elfmeter verschossen und eine Gelb-Rote Karte bekommen. Und das im zarten Alter von 17 Jahren. Das lässt sich leider nicht mehr rückgängig machen. Zu allem Überfluss haben wir die Partie mit 0:5 verloren und sind in dieser Saison nach nur einem Jahr oben wieder abgestiegen.

Steckt eine besondere Geschichte hinter der Auswahl deiner Rückennummer?
Nein. Ich habe schon zahlreiche Rückennummern getragen, von der 6 über die 16 heute bis zur Nummer 35 bei Real.

Welches Tor von dir hätte die Auszeichnung „Tor des Monats“ verdient – und warum?
Ein würdiges „Tor des Monats“ wäre mein Kopfball-Ausgleichstreffer in Marseille. Es war das erste Tor für uns in dieser Europa-League-Saison und damit sozusagen die Initialzündung dieser äußerst erfolgreichen internationalen Spielzeit.

Vervollständige bitte diesen Satz: Ein Leben ohne Fußball wäre…
…sehr traurig.

Wer war bisher dein härtester Gegenspieler?
Thiago Alcantara.

Welcher Teamkollege hat den meisten Humor?
David Abraham und Gonçalo Paciência.

An welchem Ort würdest du gerne leben oder wo machst du gerne Urlaub?
Valencia ist wegen der ganzjährig angenehmen Temperaturen, der Sonne, der Gastronomie und vor allem wegen der Nähe zur Familie ein toller Ort zum Leben. Urlaub mache ich gerne auf Menorca, der kleinen Nachbarinsel von Mallorca. Das ist eine sehr ruhige Insel mit tollen Stränden, wo gerade im Sommer bestes Wetter herrscht. Außerdem gibt es dort wunderschöne Buchten.

Dein liebster Ort in Frankfurt?
Mir gefällt der Main sehr gut, vor allem nachts, wenn man die Skyline sehen kann.

In welcher Musikgruppe wärst du am besten aufgehoben? Oder welche Musik magst du?
Ich mag die Sänger Joaquín Sabina und Andrés Calamaro und als Musikrichtung Reggaeton sowie spanischen Pop.

Welche anderen Talente abseits vom Fußball hast du noch?
Ich studiere im dritten Jahr Sportwissenschaften mit dem Ziel, nach meiner aktiven Karriere Personal Coach oder Fitnesstrainer für Spieler zu werden.

Dein Lieblingssport nach dem Fußball (aktiv oder im TV)?
Tennis. Im Sommer spiele ich oft mit meinen Brüdern und meinen Freunden zuhause in Spanien. Wir haben einen Tennisplatz auf unserem Grundstück.

Wie viele Geschwister hast du?
Ich habe sechs ältere Geschwister. Leider ist mein Bruder Pablo im vergangenen Oktober plötzlich und unerwartet verstorben. Es war die schwierigste Phase in meinem Leben, die mich aber stärker gemacht hat. Auch die Eintracht hat mir dabei sehr geholfen. Und die Fans. Wenn ich an das Banner bei unserem Spiel bei der TSG Hoffenheim denke – das hat mich unheimlich berührt.

Wie lautet dein Spitzname?
Luci oder Torri.

Was gehört bei dir zum Frühstück?
Meistens Omelette mit Gemüse – und ein Milchkaffee oder Cappuccino. Das Frühstück ist für mich nicht nur die erste, sondern auch die schönste Mahlzeit des Tages. Entsprechend genieße und zelebriere ich es.

Schon mal Handkäs‘ mit Musik gegessen oder Apfelwein probiert? Wenn ja: Hat’s geschmeckt
Apfelwein mag ich zwar nicht so, aber ich trinke ihn lieber als Glühwein. Handkäs‘ noch nicht.

Als Kind war dein Berufswunsch?
Fußballprofi war nicht unbedingt etwas, worüber ich als Kind nachgedacht hätte. Ich wollte einfach Spaß am Spielen haben. Die Zielsetzung Leistungssportler zu werden gab es jedenfalls nicht. Das kam dann später in der Jugend, als der Fußball ab einem gewissen Zeitpunkt eine immer wichtigere Rolle einnahm. Aber wie gesagt, während meiner Kindheit ging es mir einzig und allein um den Spaß an der Freude.

Deine Lieblingsapp?
WhatsApp und Instagram.

Was trägst du lieber – Jeans oder Jogginghose?
Jeans.

Wie viele Sprachen sprichst du?
Katalanisch, Spanisch, Englisch und ein bisschen Deutsch.

Welches Fach hast du in der Schule besonders gemocht – und welches gar nicht?
Englisch und Spanisch mochte ich nicht, Sport dafür umso mehr.

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