Defensivallrounder Jetro Willems berichtet heute über zwei Tore binnen drei Minuten, dass er ein Rechenkünstler ist und in welcher Rolle er sich in einer Musikband am wohlsten fühlen würde.

Dein erstes Fußballtrikot?
Mein erstes Fußballtrikot war eines der französischen Nationalmannschaft von Thierry Henry. Ich habe es als Geschenk von meinem Nachbarn bekommen.

Welche Position hast du in der Jugend gespielt?
Zuerst war ich Innenverteidiger. Ein richtiger Abräumer, kein Techniker. Nur Bälle erobern und abspielen. Mit 14 Jahren bin ich auf die linke Seite gewechselt und mein Talent kam erst so richtig zur Geltung. Heute spiele ich manchmal sogar im Mittelfeld.

Was war das Kurioseste, was dir jemals beim Fußball passiert ist?
Das Verrückteste war, dass ich einmal doppelt getroffen habe. Heute bin ich ja eher der Mann für die Vorlagen. Zweimal hintereinander zu treffen in einem Spiel – das klingt inzwischen verrückt. Das war im Februar 2017 für PSV in Alkmaar, meine ersten beiden Saisontore binnen drei Minuten.

Dein schönster Sieg?
Die Siege gegen den FC Internationale Milano und SL Benfica zuletzt in der Europa League waren grandios. Und natürlich letztes Jahr gegen Bayern im Pokalfinale.

Deine bitterste Niederlage?
Das war gegen Atletico Madrid im Achtelfinale der Champions League im Elfmeterschießen 2016. Wir haben zwei gute Spiele gegen den späteren Finalisten gemacht und sind dennoch ausgeschieden. Wir können uns nichts vorwerfen.

Deine Erinnerungen an dein erstes Profispiel?
Es war für Sparta Rotterdam gegen Feyenoord. Es war aufregend, denn das Derby war natürlich ausverkauft. Ich war damals 16 und habe in der zweiten niederländischen Liga gespielt. Also war das schon nichts Alltägliches.

Welches Tor von dir hätte die Auszeichnung „Tor des Monats“ verdient – und warum?
Ein bestimmtes Tor fiele mir nicht ein. Aber, dass ich mal in einem Spiel zweimal getroffen habe, wie vorhin erwähnt – das hätte eine Auszeichnung verdient (lacht).

Vervollständige bitte diesen Satz: Ein Leben ohne Fußball wäre…
…das schrecklichste Leben überhaupt. Es ist mein einziges Talent. Ich kann weder kochen noch putzen (lacht). 

Wer war bisher dein härtester Gegenspieler?
Kingsley Coman. Er ist schnell und stark. Einer der besten offensiven Außenspieler der Welt.

Welcher Teamkollege hat den meisten Humor?
Simon Falette.

An welchem Ort würdest du gerne leben oder wo machst du gerne Urlaub?
Natürlich bin ich gerne in meiner Heimat oder mit meiner Familie zusammen.

Dein liebster Ort in Frankfurt?
Das Stadion. Ich bin mehr im Stadion als zuhause (lacht), aber ich genieße die Zeit.

In welcher Musikgruppe wärst du am besten aufgehoben? Oder welche Musik magst du?
Ich weiß es nicht, aber ich wäre definitiv ein Schlagzeuger (lacht).

Welche anderen Talente abseits vom Fußball hast du noch?
Im Sport wäre das Baseball. Ich spiele gelegentlich mit meiner Familie.

Dein Lieblingssport nach dem Fußball (aktiv oder am TV)?
Ich schaue sehr viel Sport. Besonders mag ich die Olympischen Spiele. Du schaltest den Fernseher ein und siehst jede Menge verschiedene Sportarten. Meine Familie liebt Baseball, das schauen wir häufig zusammen.

Wie viele Geschwister hast du?
Ich habe einen kleinen Bruder. Er ist zwölf Jahre alt. Und eine Schwester, die jetzt 26 Jahre alt ist.

Wie lautet dein Spitzname und wie ist er entstanden?
Sie haben mich früher Bretu genannt, das in unserer Sprache so viel wie „schwarz“ bedeutet.

Was gehört bei dir zum Frühstück?
Orangen sind das Beste!

Schon mal Handkäs‘ mit Musik gegessen oder Apfelwein probiert? Wenn ja: Hat’s geschmeckt?
Bisher noch nicht.

Als Kind war dein Berufswunsch?
Ich hatte immer nur diesen einen Wunsch, Fußballprofi zu werden.

Deine Lieblingsapp?
Alle anderen würden sagen, dass Farfetch mein Favorit sei, eine App für Klamotten. Aber das stimmt nicht. Aktuell ist es jedenfalls Parcheesi, weil es jeder spielt und es ein cooles Spiel ist.

Was trägst du lieber – Jeans oder Jogginghose?
Jogginghose.

Wie viele Sprachen sprichst du?
Spanisch, Englisch, Niederländisch, meine Muttersprache von der Insel Curacao und Deutsch. Manchmal lerne ich noch etwas Italienisch.

Welches Fach hast du in der Schule besonders gemocht – und welches gar nicht?
Ich konnte gut rechnen. Ich war der Beste im Rechnen. Der Rest war schlecht (lacht).


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