Gelson Fernandes berichtet in Eagles25 von ganz besonderen Toren, einem kuriosen Platzverweis und seinem früheren Berufswunsch.

Dein erstes Fußballtrikot?
Von Paris Saint-Germain. Mit der Nummer Zehn: „Gelson“.

Welche Position hast du in der Jugend gespielt?
Ich habe früher richtig weit vorne auf der Zehn gespielt, bis mein Trainer gesagt hat, ich soll einfacher spielen. Nur noch zwei Ballkontakte. Dann hat er mich auf die Sechs gestellt. Dieser Trainer war brutal (lacht).

Was war das Kurioseste, was dir jemals beim Fußball passiert ist?
Meine Rote Karte gegen Schalke im Halbfinale des DFB-Pokals auf unserem Weg zum Titel 2018. Dieser Platzverweis war schon etwas komisch.

Dein schönster Sieg?
Bei der Weltmeisterschaft 2010 haben wir gegen Welt- und Europameister Spanien gewonnen und ich habe sogar ein Tor geschossen. Und natürlich der Pokalsieg 2018 gegen die Bayern.

Deine bitterste Niederlage?
Das WM-Achtelfinale gegen Argentinien 2014. Da haben wir in der Verlängerung verloren und viel Pech gehabt.

Deine Erinnerungen an dein erstes Profispiel?
Das war gegen den FC Luzern am 26. April 2003. Ich erinnere mich daran, als ob es gestern gewesen wäre. Ich habe 25 Minuten gespielt und musste nur verteidigen, weil wir 2:1 in Unterzahl geführt haben.

Steckt eine besondere Geschichte hinter der Auswahl deiner Rückennummer?
Nicht wirklich. Es war die einzige Nummer, die ich mochte und frei war.

Welches Tor von dir hätte die Auszeichnung „Tor des Monats“ verdient – und warum?
2008 habe ich im Premier League Spiel gegen Newcastle mit links aus 16 Metern getroffen. Da ich ja sonst viel verteidige und eher selten vorne bin, war das Tor schon sehr besonders.

Vervollständige bitte diesen Satz: Ein Leben ohne Fußball wäre…
…sicherlich nicht so schön wie meins bis jetzt war und ist. Jedoch hätte ich ohne den Fußball mehr Zeit für Familie und Freunde gehabt und nicht so viele Geburtstage und Feiern verpasst. Auch weil ich schon seit zwölf Jahren im Ausland spiele.

Wer war bisher dein härtester Gegenspieler?
Frank Lampard. Der war brutal. Richtig, richtig stark.

Welcher Teamkollege hat den meisten Humor?
Timothy Chandler.

An welchem Ort würdest du gerne leben oder wo machst du gerne Urlaub?
Ibiza. Dort ist immer schönes Wetter und es gibt gutes Essen, frischen Fisch zum Beispiel. Es ist außerdem nicht so weit von meiner Familie entfernt. Es gibt einen Direktflug nach Frankfurt.

Dein liebster Ort in Frankfurt?
Der Opernplatz im Sommer. Ein schöner Platz, um sich ein bisschen vom Fußball zu entspannen.

In welcher Musikgruppe wärst du am besten aufgehoben? Oder welche Musik magst du?
U2. Die Musik motiviert mich. Ich höre diese Gruppe immer gerne.

Auf welche Leistung neben dem Fußball bist du besonders stolz?
Puh. Meine Tochter haben wir ganz gut hinbekommen (lacht). Sie ist wundervoll.

Dein Lieblingssport nach dem Fußball (aktiv oder am TV)?
Ich spiele ab und zu Basketball oder Handball im Tor. Für American Football bin ich leider zu langsam (lacht).

Wie viele Geschwister hast du? Haben sie sportliche Talente? Waren deine Eltern schon Profis in einer Sportart?
Ich habe eine Schwester und einen Bruder. Mein Bruder ist Kapitän der U15 von Sion, meine Schwester studiert gerade und will Anwältin werden.

Wie lautet dein Spitzname und wie ist er entstanden?
In England nannten sie mich Duracell. Bei der Eintracht habe ich auch einen, aber sie trauen sich nicht, ihn zu sagen.

Was gehört bei dir zum Frühstück?
Zwei Scheiben Brot und Marmelade.

Schon mal Handkäs‘ mit Musik gegessen oder Apfelwein probiert? Wenn ja: Hat’s geschmeckt
Handkäs‘ habe ich leider noch nicht gegessen, aber Apfelwein gespritzt mit Wasser schmeckt mir und meiner Frau sehr gut.

Als Kind war dein Berufswunsch?
Anwalt. Ich fühle mich wohl im Büro, ich habe dafür große Leidenschaft. Dafür ist es leider zu spät. Aber ich studiere gerade Sportmanagement und bin in rund eineinhalb Jahren fertig.

Deine Lieblingsapp?
Twitter.

Was trägst du lieber – Jeans oder Jogginghose?
Jogginghose.

Wie viele Sprachen sprichst du?
Sieben. Portugiesisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Englisch, Kreol und ein bisschen Deutsch (lacht).

Welches Fach hast du in der Schule besonders gemocht – und welches gar nicht?
Geschichte und Geographie haben mir gefallen, Physik und Mathematik lagen mir hingegen eher weniger.


Teilen
Funktionen