Ronny Borchers äußert sich zur veränderten Wahrnehmung in den vergangenen Wochen, Vergleiche zu China und anfallende Hausarbeiten.

Jetzt hat das Coronavirus auch die Eintracht erreicht. Mit welchen Gefühlen hast du die Meldung aufgenommen?
Es zeigt wohl jedem, dass die Bedrohung angekommen ist. Vor Tagen hatte man häufig noch das Gefühl, dass es einen schon nicht erwischen wird. Aber inzwischen haben die Menschen kapiert, dass dieses Virus Realität ist. Am Anfang wurde auch viel Unsinn erzählt, weil die Leute erst lernen mussten, mit dieser neuen Gefahr umzugehen.

Wie schränkst du dein Leben ein?
Ich gehe eigentlich nur noch zum Einkaufen raus. Und das ist ja auch kein Vergnügen. Viele laufen mit Schutzmasken herum. Auch dadurch zeigt sich das eigentlich unsichtbare Virus.

Was glaubst du, wann wieder Fußball gespielt werden kann?
Das ist ganz schwer zu sagen. Vielleicht kann man von der Entwicklung in China lernen, wo Corona ja erstmals aufgetreten ist und jetzt wohl weniger Neuerkrankungen zu verzeichnen sind. Das hat aber einige Monate gedauert.

Was machst du gegen drohende Langeweile?
Ach, so schlimm ist es noch nicht. Ich sehe da gerade ein Auto, das mal gewaschen werden sollte. Und der Rasen fängt jetzt ja auch wieder an zu wachsen.

Zu Person

Ronald „Ronny“ Borchers ist ein echtes Eintracht-Urgestein. Der gebürtige Frankfurter absolvierte für die Hessen zwischen 1975 und 1984 169 Bundesligaspieler, in denen dem Offensivspieler 24 Treffer gelangen. Zuvor hatte Borchers zwischen 1970 und 1975 auch die Nachwuchsabteilung seines Heimatklubs durchlaufen. Zu den größten Erfolgen des sechsmaligen deutschen Nationalspielers zählen der Gewinn des UEFA-Cups 1980 und DFB-Pokals 1981. Seit 2017 ist Ronny Borchers Markenbotschafter von Eintracht Frankfurt und darüber hinaus für die Traditionsmannschaft am Ball.

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