Cheftrainer Adi Hütter spricht über die tolle Moral seiner Mannschaft in Lissabon und richtet den Fokus auf das bevorstehende Duell mit dem FC Augsburg.

Adi Hütter über...

... den verspäteten Abflug aus Lissabon: Es ist natürlich schade, dass wir nicht so früh wie geplant zurückfliegen konnten und damit auch die Pressekonferenz verpasst haben. Ich hätte mich in Deutschland gerne den Fragen der Journalisten gestellt. Ich habe die Wartezeit im Flugzeug aber genutzt, um mich intensiv auf den FC Augsburg vorzubereiten. Ich habe einige Gespräche geführt, mir viele Videos angeschaut und mich dabei auch mit möglichen Umstellungen des neuen Augsburger Trainer Martin Schmidt befasst.

... den neuen Augsburger Coach: Der Trainerwechsel verändert die Situation natürlich. Ein neuer Coach gibt immer neue Impulse, jeder hat eine andere Ansprache. Die Spieler können damit noch einmal anders gekitzelt werden, jeder möchte sich wieder neu beweisen und zeigen, dass er in die Startelf gehört. Und natürlich wird es auch Veränderungen geben - Martin Schmidt hat in der Vergangenheit zum Beispiel immer gerne auf eine Viererkette zurückgegriffen. Aber insgesamt konzentriere ich mich auf mein Team und wie wir agieren müssen, um wieder ein gutes Ergebnis zu erzielen. Dafür müssen wir nun gut regenerieren, Energie tanken und die Kräfte bündeln.

... die Erkenntnisse aus der Niederlage in Lissabon: Das gestrige Spiel hat wieder unterstrichen, wie wir das ganze Jahr schon unterwegs sind. Diese Mannschaft hat eine unglaubliche Mentalität bewiesen. Die Spieler geben nie auf und glauben immer an sich. Wir hatten das Spiel bis zum Platzverweis richtig gut unter Kontrolle, und nach dem 1:4 haben wir sogar noch das 2:4 erzielt und das 3:4 in Person von Filip Kostic auf dem Fuß. In der Schlussviertelstunde war kaum mehr zu spüren, dass wir ein Mann weniger auf dem Platz waren. Die Jungs sind körperlich in einem tollen Zustand, und es macht großen Spaß, ihnen zuzuschauen. Diese Art und Weise lässt alle Chancen und Möglichkeiten für das Rückspiel offen.

... einen möglichen Spannungsabfall in der Bundesliga zwischen den beiden wichtigen Spielen gegen Lissabon: Einen solchen Spannungsabfall wird es nicht geben, weil wir in der Bundesliga einen großen Traum haben. Wir möchten die Chance, die sich uns derzeit bietet, nutzen und unter den ersten Vier bleiben. Zudem bestreiten wir gegen den FC Augsburg das drittletzte Bundesligaheimspiel in dieser Saison. Wir haben also nicht mehr viele Gelegenheiten, uns unseren eigenen Fans zu präsentieren. Deshalb möchten wir die drei Punkte unbedingt hier in Frankfurt behalten. Aber es wird gegen Augsburg sicher wieder ein Kraftakt werden.

... Rotation am Sonntag: Wir werden sicherlich den ein oder anderen Spieler schonen und anderen dafür die Chance geben. Auch Almamy Toure ist wieder eine Option für Augsburg. Er hat unter der Woche erstmals wieder trainiert und hat sich zuletzt gut gefühlt.

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