Am Dienstagabend findet das erste von zwei Testspielen während des Trainingslagers in den USA statt. Der SGE steht mit Real Salt Lake eine herausfordernde Aufgabe ins Haus.

Der Vereinsname Real Salt Lake wurde aus einem ganz bestimmten Grund gewählt: Zum einen soll es natürlich eine Hommage an die großen "königlichen" Klubs in Europa sein. Zum anderen wollte man so aber auch sicherstellen, dass die Mannschaft eindeutig der Sportart Fußball zugeordnet wird. Das hat man auf diese Weise geschafft. Folglich dient die Krone im blau-rot-goldenen Klublogo auch rein dem designtechnischen Selbstzweck.

Die Integrationsfigur

Trotz der recht kurzen Vereinsgeschichte (2004 gegründet, seit 2005 in der MLS) konnten die "Königlichen" bereits mehrfach auf sich aufmerksam machen. Neben der Meisterschaft 2009 wäre hier noch das erreichte Endspiel 2013 zu nennen, aber auch die Teilnahme am Finale der CONCACAF Champions League 2010/11, das man nach Hin- und Rückspiel denkbar knapp mit 2:3 gegen den mexikanischen Vertreter CF Monterrey verlor. Einer, der damals schon bei RSL kickte, ist auch heute noch in Diensten des Klubs. Die Rede ist von Kapitän und Aushängeschild Kyle Beckerman. Der trägt zwar mit mittlerweile 36 Jahren nicht mehr seine einst so markanten Dreadlocks, der Publikumsliebling gehört aber nach über zehn Jahren bei Real längst zum Inventar. Für das Team aus Utah machte der Sechser schon über 250 Spiele und kommt außerdem auf über 50 Länderspiele für die USA (inkl. WM-Teilnahme 2014).

Internationale Schaltzentrale

An seiner Seite im zentralen Mittelfeld agiert seit dieser Saison mit Damir Kreilach ein alter Bekannter für deutsche Fußballfans. Der Kroate stand vorher fast fünf Jahre bei Union Berlin unter Vertrag und war währenddessen stets einer der Leistungsträger bei den Köpenickern. Komplettiert wird die Schaltzentrale von Real durch den Slowaken Albert Rusnák, der aus der Nachwuchsakademie von Manchester City stammt und in dieser Saison mit fünf Toren bester Torschütze ist. Nach einigen Stationen als Leihspieler schaffte der beidfüßige Spielmacher den Durchbruch beim FC Groningen in den Niederlanden, von wo er 2017 den Sprung in die MLS wagte. Diese bunte Mittelfeldachse macht in der aktuellen MLS-Saison, in der RLS bereits 19 Spiele absolviert hat, einen guten Job. Das Team von Coach Mike Petke rangiert derzeit auf Rang vier der Western Conference und hat am vergangenen Wochenende erst den Tabellenführer besiegt. Der deutsche Pokalsieger trifft also auf eine Mannschaft, die sowohl im Saft steht, als auch gut in Form ist.

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