Nach der 2:3-Niederlage in letzter Sekunde in Dortmund äußern sich die Akteure zum Spielverlauf und zu den Ursachen für den bitteren Ausgang.

Cheftrainer Niko Kovac: "Das ist natürlich bitter! Sehr bitter. Am Ende hätte die Partie mit einem Unentschieden ausgehen müssen. Wenn man in der Nachspielzeit den Ausgleich macht, dann darf man nicht noch das 2:3 kassieren. Da muss man mehr Ruhe walten lassen. Vielleicht wollten wir zu viel. Das letzte Gegentor ist eine Verkettung von vielen kleinen Fehlern. De Guzman hat unser Spiel belebt und neuen Schwung gebracht. Er wird uns in den kommenden Wochen noch helfen. Wir haben bis zum Letzten gekämpft und wir werden sicher noch das eine oder andere Spiel für uns entscheiden."

Eintracht-Leader Kevin-Prince Boateng: "Wir haben heute verloren, weil Dortmund ein Tor mehr gemacht hat als wir. Es war ein super Spiel, es ging ständig hin und her, wir haben alles reingehauen. Ein großes Kompliment an die Mannschaft. Vielleicht wollten wir am Ende zu viel, vor dem 2:3 haben wir zu viele Fehler gemacht. Aber wir sind eine echte Einheit, wir marschieren zusammen und wir verlieren zusammen."

Innenverteidiger Marco Russ:
"Das Einzige was uns heute gefehlt hat, war die entscheidende Cleverness. In den ersten 25 Minuten haben wir uns von den Dortmundern überrumpeln lassen. Dann kamen wir besser ins Spiel. Was wir in der zweiten Halbzeit hier in Dortmund gespielt haben, das war große Klasse, da waren wir klar besser und hatten viele Chancen. Am Ende haben wir uns aber zu blöd angestellt. Da muss man cleverer sein, um hier einen Punkt mitzunehmen. Aber dennoch war es eine sehr gute Leistung von uns."

SGE-Schlussmann Lukas Hradecky: "Wir wollten eigentlich so lange wie möglich hinten die Null halten, weil wir wussten, dass Dortmund nach dem Europapokalspiel in der zweiten Halbzeit müde wird. Das ist uns zwar nicht gelungen, aber dennoch haben wir eine überragende zweite Halbzeit gespielt. Und die Gegentore bekommen wir dann aus dem Nichts. Der BVB hat zwar viel Qualität in der Box, aber da war heute auch Glück dabei. Wir können viel von der positiven Einstellung aus diesem Spiel in die nächsten Wochen mitnehmen."

Torschütze Danny Blum: "Wir haben heute keinen Punkt mitgenommen, das ist bitter – besonders wenn man in der 90. Minute den Ausgleich macht und dann so die Butter vom Brot genommen bekommt. Nächste Woche zuhause gegen Mainz müssen wir das besser machen, um oben dabei zu bleiben. Es war schön für mich persönlich heute, nach längerer Zeit mal wieder dabei zu sein und dann gleich ein Tor zu machen. Wenn der Trainer mich braucht, dann bin ich da und gebe alles für die Mannschaft."

BVB-Coach Peter Stöger: "Wenn du in der 94. Minute das Siegtor machst, hast du natürlich den Faktor Glück auf deiner Seite. Wir haben eine richtig gute erste Halbzeit gespielt, das war das, was wir uns vorgenommen haben. In der zweiten Hälfte war die Eintracht stärker, besonders mit Flankenbällen und Standards über die Seiten. Die Frankfurter haben gezeigt, warum sie in diesem Jahr oben mitspielen. Aber wir haben uns gewehrt, gefightet und dagegen gehalten, als es spielerisch nicht ging und sind immer wieder zurückgekommen. So muss es sein."

26. Spieltag: Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt

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