Mit den Spaniern Omar Mascarell und Jesús Vallejo hat Eintracht Frankfurt zuletzt sehr gute Erfahrungen gemacht. Neuzugang Lucas Torró will sich da nahtlos einreihen.

Ein spanischer Fußballer wechselt von Real Madrid zur Eintracht? Das kennt man in Frankfurt. Im Sommer 2016 erst Jesús Vallejo, wenige Tage später Omar Mascarell und nun, zwei Jahre danach, Lucas Torró. Die 23-jährige Neuverpflichtung der SGE reiht sich in eine Reihe zweier namhafter Spieler ein, die die beiden vergangenen Spielzeiten der Eintracht entscheidend mitgeprägt haben. Nun will Torró seinen Weg bei der Eintracht gehen - und die Zeichen, dass es für ihn ähnlich erfolgreich wie für seine beiden prominenten Vorgänger laufen könnte, stehen gut.

Debüt mit 18 Jahren

Lucas Torró Marset ist am 19. Juli 1994 in Cocentaina geboren, einer Kleinstadt in der Provinz von Alicante. Das Fußballspielen hat er beim CD Contestano gelernt. Ausgebildet wurde der mittlerweile 23-jährige Mittelfeldmann von zwei Vereinen - Hercules CF und CD Alcoyano, zwischen denen er bis 2012 zwei Mal hin und her wechselte. Beim letztgenannten Verein debütierte er mit 18 Jahren sogar in der LaLiga2, bevor er den großen Schritt Richtung Madrid wagte - genau wie es auch Mascarell und Vallejo damals taten. Gemeinsamkeit Nummer zwei: Alle kamen in den spanischen U-Nationalmannschaften zum Einsatz, wobei sich aber aufgrund des Altersunterschieds ihre Wege hier nie kreuzten.

Seite an Seite mit Mascarell

Das sollte sich bald ändern. Während Vallejo von Madrid direkt an seinen Heimatverein Real Saragossa wieder zurück verliehen wurde, spielten sowohl Mascarell als auch Torró mehrere Jahre für die zweite Garde der Königlichen. In der Saison 2013/14 agierten die Mittelfeldmänner sogar oftmals Seite an Seite auf der Doppelsechs. Während der Ex-Frankfurter Mascarell im Sommer 2014 nach England zu Derby County verliehen wurde, blieb Torró in der spanischen Hauptstadt und etablierte sich unter dem damaligen Trainernovizen Zinedine Zidane als Stammspieler. In dieser Zeit wurde er auf der vereinseigenen Homepage der Königlichen als "sehr harter Arbeiter in der Verteidigung" und "jemand, der das Spiel lenken kann" beschrieben. Im Sommer 2016 folgte auch bei ihm das erste Leihgeschäft.

Vorbild Xabi Alonso

Beim Zweitligisten Real Oviedo setzte sich Torró, der den Ex-Münchener Xabi Alonso als sein Vorbild nennt, dauerhaft durch. Trainiert wurde der Rechtsfuß hier übrigens von keinem geringerem als Fernando Hierro, Spaniens Interimsnationaltrainer bei der Weltmeisterschaft in Russland. Da sein Vertrag mit Madrid und somit auch die Leihe nach der Saison auslief, entschied sich Torró für einen ablösefreien Wechsel zu CA Osasuna. Beim Zweitligisten reifte der zweikampfstarke Mittelfeldspieler zum Leistungsträger und geriet somit ins Visier der Eintracht. Nun will sich der 23-Jährige in Frankfurt einen Namen machen, wie es Mascarell und Vallejo bereits vor ihm getan haben. "Lucas ist ein Stabilisator vor der Abwehr mit einer tollen spanischen Schule", sagte der neue Cheftrainer Adi Hütter kürzlich auf der Pressekonferenz.

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