Mit SL Benfica wartet im Viertelfinale der nächste Königsklassen-Absteiger. Es gibt weitere Gemeinsamkeiten.

Die offensichtlichste erkennt jeder bei einem kurzen Blick gen Himmel, wo bei Heimspielen bei SL Benfica wie der Eintracht ein Adler seine Runden dreht. Dazu schnürt mit Haris Seferovic ein Frankfurter Ex-Adler und Relegationsheld seine Fußballschuhe in der Hafenstadt, die 2016 ein gewisser Luka Jovic Richtung Main verlassen hat, um dort seinen Schliff als Rohdiamant zu erhalten.

Wie der serbische Goalgetter hat auch Cheftrainer die zweite Mannschaft der Portugiesen durchlaufen, ehe der 42-jährige Bruno Lage im Januar 2019 die Geschicke bei Lissabon übernahm. Zu diesem Zeitpunkt war die Champions-League-Messe schon gelesen, als der Verein hinter Bayern München und Ajax Amsterdam den dritten Platz in der Gruppe belegte. Wesentlich runder läuft es dagegen in der Liga, wo der Portugiesische Rekordmeister (36 Titel) punktgleich mit dem FC Porto auf Rang eins liegt, was Zeugnis allein ihrer Qualität sein muss, immerhin steht Porto im Viertelfinale der Königsklasse. Dass Lissabon auch die UEFA Europa League zu schätzen weiß, bewies der Klub im Rückspiel gegen Dinamo Zagreb, als SL Benfica nach einem 0:1 im Hinspiel im heimischen Estadio da Luz in der Verlängerung ein 3:0 herausschoss.

Offensivwucht und Talentschmiede

Neben Seferovic ist vor allem der Angreifer Jonas ein Begriff, der vormals für den FC Valencia aufgelaufen ist. Eduardo Salvio aus Argentinien und der Portugiese Pizzi komplettieren die Angriffswucht der Talentschmiede, deren neueste Errungenschaft Innenverteidigertalent Ruben Dias ist.

So sehr der Erfolg in Portugal mit dem Double 2017 Bestand hat, warten sie bei Benfica mittlerweile seit 1962 auf einen internationalen Titel, als am Ende der Pokal der Landesmeister stand. Zuletzt scheiterten die Portugiesen zwei Mal denkbar knapp im Finale der UEFA Europa League, 2013 gegen Chelsea FC, 2014 gegen den FC Sevilla. Die Eintracht ist gewarnt.

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