In der UEFA Europa League fast schon mit dem Rücken zur Wand, grüßen die Gladbacher um das neue Zugpferd Marco Rose in der Bundesliga von der Tabellenspitze.

Situation

Sportdirektor Max Eberl dreht die Borussia auf Links. Neben personellen Veränderungen im Athletik- und medizinischen Bereich, dem Neubau des Nachwuchsinternats und der Installation eines Teammanagers verpflichtete Baumeister Eberl im Sommer auch einen neuen Trainer. Mit vielen Vorschusslorbeeren versehen, heuerte Marco Rose am Niederrhein an. Rose zäumte das Gladbacher Fohlen von hinten auf und findet die richtige Balance zwischen offensiver Wucht und defensiver Stabilität. Resultat: Nach acht Spieltagen steht der Ex-Salzburger mit seiner Mannschaft an der Tabellenspitze und stellt die mit sieben Gegentreffern zweitbeste Abwehrreihe der Liga.

Formkurve

Mit der 0:1-Niederlage im Spitzenspiel bei Borussia Dortmund ging für die Gladbacher eine Serie von vier siegreichen Bundesligapartien in Folge zu Ende. Insbesondere Frankreich-Import Marcus Thuram – Sohn von Weltmeister Lilian Thuram – kommt mit fünf Scorerpunkten in den vergangenen vier Spielen immer besser in Fahrt.

Trainer

Blieb ihm als Spieler auch die ganz große Karriere versagt, so kann Marco Rose in seiner jungen Trainerlaufbahn bereits beachtliche Erfolge vorweisen. Unter anderem trainierte Rose bereits die U16 und U18 von Salzburg, bis er 2017 zum Cheftrainer der Profimannschaft befördert wurde. Eine Meisterschaft, der Einzug ins Europa-League-Halbfinale und ein Schnitt von 2,33 Punkten pro Spiel machten Rose im Sommer für viele Vereine interessant. Nun will sich der ehemalige Mainzer und WG-Kollege von Nullfünf-Coach Sandro Schwarz seine Meriten in Gladbach verdienen.

Taktiktafel

Ob 4-3-3, 4-3-1-2 oder 4-2-3-1 – Marco Rose lässt die Elf vom Niederrhein in seinen ersten Monaten in der Bundesliga flexibel auftreten, was die Grundordnung seiner Mannschaft betrifft. Mit Breel Embolo, Marcus Thuram und Alassane Plea schickt sich ein neues Angriffstrio an, die Gegner das Fürchten zu lehren. Selbstredend darf die eigene Stabilität nicht unter der Wucht in vorderster Front leiden. Hier blüht Denis Zakaria in neuer Rolle auf: Als alleiniger Sechser fungiert er als Staubsauger vor der Abwehr, der neben seinem resoluten Zweikampfverhalten mit strategischen Fähigkeiten überzeugt und getrost als Herz des Gladbacher Mittelfeldes bezeichnet werden kann.

Spieler im Fokus: Denis Zakaria

Gut Ding will Weile haben: Denis Zakaria geht bereits in seine dritte Saison am Niederrhein. Es scheint jedoch, als würde er sich in dieser Saison zum Führungsspieler und Leistungsträger aufschwingen. In allen Partien stand der junge Schweizer Internationale bislang auf dem Rasen – und überzeugte auf ganzer Linie. Dabei kommt ihm vor allem die neue Rolle als alleiniger Sechser, die er im System von Rose einnimmt zupass: „Ich kann das Spiel von hinten anschieben, habe den Großteil des Feldes vor mir“, verriet er kürzlich in einem Interview mit der Sport Bild. Auch in der Nationalmannschaft nimmt er trotz seines noch jungen Alters von 22 Jahren bereits eine tragende Rolle ein. 24 Mal streifte er sich bereits das Trikot der „Nati“ über­, unter anderem stand er im letzten Spiel gegen Irland – in dem es für die Eidgenossen um nicht weniger als die Wahrung der Chance auf die Qualifikation für die EM 2020 ging ­– 90 Minuten auf dem Feld.

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